PK-Liveticker zum Nachlesen Vitor Pereira: "Wir sind momentan kein großer Klub"

, aktualisiert am 07.02.2017 - 12:51 Uhr
Löwen-Trainer Vitor Pereira spricht vor dem Pokalspiel seiner Mannschaft gegen SF Lotte in der Pressekonferenz. Foto: Rauchensteiner/Augenklick/AZ

Für die Löwen geht's am Mittwochabend im Achtelfinale des DFB-Pokals gegen den Drittligisten aus Lotte. Am Tag vor der Partie sprach Trainer Vitor Pereira in der Pressekonferenz – der Liveticker zum Nachlesen.

 

München - Um 12 Uhr sprach Löwen-Coach Vitor Pereira in der Pressekonferenz – am Mittwoch steht das Pokalspiel gegen SF Lotte auf dem Programm. Den PK-Liveticker gibt es hier zum Nachlesen.

12.22 Uhr: Das war's von der PK, Lil Zercher erklärt noch den Ablauf vor und nach dem Pokalauftritt: Jetzt dann Training, um 18 Uhr Abflug nach Münster/Osnabrück, morgen Pokalfight. Danach wrden die Sechzger in Osnabrück übernachten und tags darauf gegen Mittag zurückreisen. Das Training wird unter Ausschluss der Öffentlichkeit stattfinden. 1260 Fans werden die Sechzger nach Lotte begleiten - und dort live beobachten, ob Pereiras auch im Pokal ambitionierte Ziele aufgehen. Damit bedanken wir uns fürs Mitlesen und wünschen einen schönen Tag - auf Wiedersehen!

12.20 Uhr: Wer wird denn eigentlich in den kommenden Spielen Kapitän? Pereira dazu: "Als ich angekommen bin, gab es schon drei Kapitäne. Dann kam Stefan Aigner zu mir und hat gesagt, dass er die Aufgabe nicht mehr zu 100 Prozent erfüllen kann. Aber wir haben ja noch Jan Mauersberger und Daniel Adlung. Ich weiß nicht, warum ich etwas ändern soll." Eine Nachfrage, ob dann immer einer von beiden spielen müsse: "Nein, warum? Wenn nicht, werde ich einen anderen bestimmen."

12.18 Uhr: Pereira weiter: "Wir arbeiten hier an einer Spielidee. Es macht keinen Sinn, jede Woche zu wechseln. Wenn der Rasen nicht das hergibt was wir wollen, müssen wir uns anpassen. Ich habe unter der Woche den Platz enger gemacht, um an unserem Spiel zu arbeiten. Wir werden unser Konzept aber wegen Lotte oder dem Rasen nicht grundlegend ändern."

12.16 Uhr: Eine Nachfrage zur Technik und Rasen. Pereira behauptete vorher, dass technisch gute Spieler einen Vorteil auf dem Rasen hätte. Ein Kollege will wissen, ob nicht eigentlich das technisch bessere Team Probleme habe. "Nein", sagt Pereira, "ich denke da anders: Wenn ein Spieler eine bessere Technik hat, kommt er mit dem widrigen Umständen besser zurecht." Der Beweis bleibt selbstredend abzuwarten.

12.14 Uhr: Nun spricht der Chefcoach über das, was folgen soll - der Aufstieg in die Bundesliga und somit die Rückkehr der Sechzger auf die große Bühne: "Ein Umbruch muss dann kommen, wenn er nötig ist. Jetzt war er nötig, daher wurde ich geholt. Im Fußball gibt es aber keine Zauberstäbe, man muss arbeiten und Geduld haben. Qualität resultiert aus Arbeit. Sicher wäre für mich besser gewesen, wenn ich die Mannschaft auf dem achten oder zehnten Platz übernommen hätte. Aber wir müssen es so annehmen, wie es ist und arbeiten."

12.12 Uhr: Ist Pereira mit einer großen Mannschaft wie dem FC Porto oder seinen anderen Klubs gegen einen Underdog ausgeschieden: "Ich habe viele Erfahrungen im Pokal gesammelt. Aber a propos großer Klub: Wir sind momentan kein großer Klub und treten nicht gegen einen totalen Außenseiter an. Der Gegner wird um sein Leben kämpfen, der Ball wird hoppeln, das wird ein sehr schweres Spiel."

12.10 Uhr: Eine Nachfrage zum frischgebackenen Afrika-Cup-Sieger Frank Boya, der mit Kamerun den Titel holte: "Er ist ein sehr junger Spieler. Wir können nicht erwarten, dass er sofort den Unterschied machen wird. Es ist ein sehr guter Spieler, der uns weiterhelfen wird. Er kommt aber aus einer ganz anderen Kultur und wird sich erst zurechtfinden müssen."

12.08 Uhr: Inwieweit zählt der finanzielle Aspekt für den Coach? "Geld ist nicht unsere Hauptverantwortung. Für uns zählt erstmal nur das Sportliche, Geld ist zweitrangig. Wir wollen weiterkommen und unseren Klub gut präsentieren, vielleicht auch danach im Duell mit einem Erstligisten. Ambitionierte Worte eines Trainers, der nur den Viertelfinaleinzug im Sinn hat.

12.07 Uhr: Wird womöglich Jan Zimmermann Pokalkeeper werden? Dazu will der 48-Jährige ebenfalls keinen Kommentar abgeben: "Ich werde jetzt hier nicht meine Startelf besprechen. Er will sich somit nicht in die Karten schauen lassen."

12.04 Uhr: Der Portugiese auf Nachfrage der AZ: Wird der zurückgetretene Kapitän Stefan Aigner wieder im Kader stehen? "Er hat gut trainiert und ist ein wichtiger Spieler für uns. Er kann im Kader stehen", übersetzt Allegro für den Coach, der sich nach der jüngsten Nicht-Nominierung Aigners nicht festlegen will. Stattdessen übt er sein Deutsch und wiederholt Allegros Worte, die er offenbar klangvoll findet: "Kann in den Kader kommen." Pereira schmunzelt - eine klare Aussage zu Aigner lächelt er weg.

12.03 Uhr: Pereira selbst habe Lotte nicht beobachtet, sondern Videoanalyst Franz Hübl die Gegnerbeobachtung überlassen.

12.01 Uhr: Wie gehen die Sechzger das Alles-oder-nichts-Spiel in Lotte an? "Wir müssen das Spiel sehr konzentriert angehen", beginnt Pereira, "es ist ein Gegner, der schon zwei Bundesligisten eliminiert hat. Das wird ein harter Fight, den müssen wir annehmen. Das ist eine sehr gute Mannschaft, mit technisch sehr guten Spielern - das hat mich überrascht". Kritikpunkt dabei: Der Rasen bei den Sportfreunden werde wohl nicht besonders.

12.00 Uhr: Es ist soweit, Pereira kommt an der Seite von Lil Zercher und Übersetzer Alex Allegro in den Raum. Kann losgehen.

11.57 Uhr: Eine interessante Personalie im Hinblick auf die Liga ist Stefan Mugosa. Kaum weg von Sechzig, schoss der Leihspieler vom KSC seinen ersten Treffer für die Badener. Beim baldigen Wiedersehen in der Liga soll Mugosa allerdings dank einer millionenschweren Klausel nicht auflaufen.

11.55 Uhr:  Hallo und herzlich willkommen zum Liveticker aus dem Löwen-Stüberl! Cheftrainer Vitor Pereira wird hier in Kürze aufschlagen und über das Pokal-Achtelfinale gegen die Sportfreunde Lotte sprechen.


Vorbericht

Nach der bitteren 1:2-Niederlage gegen Arminia Bielefeld tritt der TSV 1860 nun im DFB-Pokal an. Im Achtelfinale des Turniers spielen die Münchner gegen die Sportfreunde Lotte.

Der Drittligist gehört zu den Überraschungsmannschaften des DFB-Pokals – die Mannschaft konnte bisher gegen zwei Teams aus der 1. Bundesliga bestehen. In der ersten Runde gab es einen 2:1-Erfolg gegen Werder Bremen, in der zweiten Runde folgte dann ein 4:3-Sieg nach Elfmeterschießen gegen Bayer Leverkusen.

Einige der TSV-Winter-Neuzugänge haben sich bereits gut eingefunden: Gegen Bielefeld traf Christian Gytkjaer, der neue Hoffnungsträger im Löwen-Sturm, bereits zum ersten Mal – Flügelflitzer Amilton zeigte auch eine gute Leistung auf der rechten Außenbahn. Gut möglich, dass Trainer Pereira schon in der heutigen Pressekonferenz bekanntgibt, ob wieder einige Neulöwen im Pokal-Kader stehen werden. Gesprächsthema wird wohl auch die Personalie Stefan Aigner sein – der ehemalige Kapitän legte das Amt nieder und stand gegen Bielefeld nicht im Kader.

 

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