Abseits der Piste unterwegs Deutscher Skifahrer stirbt bei Lawinenabgang in Tirol

Rettungskräfte vor Ort, nachdem die Lawine abgegangen ist. Foto: Zeitungsfoto.At/apa/dpa

Sie sind abseits der Piste unterwegs – plötzlich geht eine Lawine ab und begräbt zwei deutsche Skifahrer unter sich. Einer der beiden kann befreit werden – für den anderen kommt jede Hilfe zu spät.

 

Serfaus - Ein deutscher Skifahrer ist in Österreich in einer Lawine ums Leben gekommen. Der Mann, dessen Alter und genaue Herkunft zunächst nicht feststanden, war nach Angaben der Bergbahnen mit einem anderen Skiläufer abseits der Piste am Pezid in Serfaus (Bezirk Landeck) unterwegs.

Der Tourist konnte nach rund 30 Minuten geborgen werden. Sofort eingeleitete Reanimationsversuche blieben jedoch erfolglos, teilten die Bergbahnen weiter mit. Der Mann starb noch am Lawinenhang. Der Begleiter wurde nur teilweise verschüttet und konnte unverletzt befreit werden. Die rund 150 Meter lange und 70 Meter breite Lawine war am Mittag wahrscheinlich von den beiden selbst losgetreten worden. Lokalen Medien zufolge war noch ein dritter Skifahrer bei der Gruppe dabei, der sich aber zum Zeitpunkt des Abgangs nicht in der Nähe der Lawine aufgehalten habe.

Offenbar hatten beide Skifahrer kein Lawinenverschüttetensuchgerät bei sich – insgesamt waren rund 30 Personen sowie zwei Suchhunde im Einsatz. Nach den jüngsten Schneefällen herrscht vielerorts in Österreich erhebliche Lawinengefahr. Als "erheblich" wird die dritte Stufe der fünfteiligen Skala bezeichnet.

Der Pezid in Tirol – hier ereignete sich das Lawinenunglück

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