Absage wegen ihrer Ansichten Gloria von Thurn und Taxis schimpft über Museum

Gloria von Thurn und Taxis Foto: dpa

Fürstin Gloria von Thurn und Taxis ist wütend über die Absage eines Museums, das ihr wegen ihrer Ansichten keinen Preis verleihen will.

 

Gloria ("Der Schwarze schnackselt gerne") von Thurn und Taxis, die sich Fürstin nennt, aber offiziell keine ist, hat Ärger – ein New Yorker Museum hat die geplante Ehrung der Regensburgerin zurückgezogen – wegen ihrer erzkonservativen Ansichten. Doch Gloria, die sich zunächst enttäuscht und betroffen gab, wäre nicht Gloria, würde sie nicht nachlegen. In einem Gespräch mit der katholischen Wochenzeitung "Die Tagespost" regt sie sich über die Entscheidung des Museums auf, sie nun doch nicht für Verdienste um die Kunst zu ehren.

Man könne daran erkennen, sagt die 58-Jährige dem Blatt, dass "die Gesinnungsdiktatur den Bogen überspannt hat und die Spießer das Kommando übernommen haben". Das auf lateinamerikanische Kunst spezialisierte Museo del Barrio begründete die Entscheidung laut "New York Times": "Als kulturelle Institution, die auf den Prinzipien von Inklusion, Bürgerrechten und Vielfalt gegründet wurde, will das Museo del Barrio Menschen ehren, die diese Prinzipien hochhalten". Und weiter: "Im Ergebnis haben wir entschieden, dass sich die Wege von uns und Gloria Fürstin von Thurn und Taxis trennen."

Schlagzeilen durch homophobe Aussagen

Gloria sagt laut "Tagespost" dazu: "Man will auf Teufel komm’ raus spalten und Unfrieden säen. Gott sei Dank habe ich von meinen schwulen Freunden sofort liebenswerte unterstützende E-Mails bekommen, um mir Mut zuzusprechen." Interessant, macht Gloria doch immer wieder Schlagzeilen mit homophoben Aussagen, bezeichnete etwa die Öffnung der Ehe für Schwule und Lesben "als Werk des Teufels". Und nicht nur das. Vor zwei Jahren hatte sie in Äußerungen den Missbrauchsskandal bei den Regensburger Domspatzen relativiert. Gloria von Thurn und Taxis hat unter anderem auch Kontakt mit dem rechtskonservativen früheren Chefstrategen von US-Präsident Donald Trump, Steve Bannon, was zuletzt für Berichte sorgte. Verletzt sei die Unternehmerin laut "Tagespost" aber nicht: "Wer keine Kritik ertragen kann, darf sich auch nicht öffentlich äußern. Insofern habe ich schon ein dickes Fell", sagte sie.

 

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