Abriss am Zacherlbräu Hier entsteht der neue Sitz von Paulaner!

Das alte Zacherlbräu an der Ohlmüllerstraße in der Au wird teilweise abgerissen. Hier soll die neue Verwaltung von Paulaner in zwei Jahren einziehen. Die Bilder. Foto: Lea Kramer

Die Bagger stehen bei Paulaner vor der Tür! Was jetzt mit dem alten Zacherlbräu unter dem Nockherberg passiert.

 

Au - Jetzt geht's rund am Nockherberg. Kaum sind die Derbleckten weg, rücken bei Paulaner in der Au die Kräne an. Der Bau des neuen Verwaltungsgebäudes der Münchner Traditionsbrauerei hat begonnen. Deshalb schaut es hinter der Mauer an der Ohlmüllerstraße wüst aus. Das wird auch noch einige Zeit lang so bleiben.

Die Brauerei des Paulanerklosters Neudeck in der Au hatte Franz Xaver Zacherl Anfang des 19. Jahrhunderts gekauft. Am Fuße des Nockherbergs brauten er und seine Nachfolger fortan das „Salvator“. Das Gebäude an der Ohlmüller und der Falkenstraße wird jetzt zum neuen Verwaltungssitz für 350 Paulaner-Mitarbeiter, sobald die Großbrauerei mit Logistik und Gärtank nach Langwied umgezogen ist.

Derzeit reißen die Bagger Teile des Dachs von dem denkmalgeschützen Eckhaus – dem so genannt Zacherlbräu – ab. Das Haus, das früher als Mälzerei diente, wurde im Krieg stark beschädigt. Für die neue Zentrale wird seit Februar das marode Innere des Hauses entkernt. "Mit den Abrissarbeiten an der Außenhülle haben wir im März begonnen", sagt Burkhard Rüdiger, Sprecher von Paulaner.

Die historische Fassade, die Torhalle sowie das Kellergewölbe bleiben aber erhalten. Alles wird in einen modernen Bau mit Flachdach integriert - umgesetzt vom Architekturbüro Hierl. „Dieses Jahr im Sommer wird voraussichtlich mit dem Hochbau begonnen“, sagt der Architekt Ulrich Schall. Die Baugenehmigung stehe allerdings noch aus. In der neuen Hauptverwaltung sollen neben Büros und Besprechungszimmern, Veranstaltungsräume, ein Bankettsaal sowie ein Restaurant Platz finden. "Die Bauarbeiten werden ab Baubeginn etwa zwei Jahre dauern", so der Paulaner-Sprecher Burkhard Rüdiger.

Das restliche 9,1 Hektar großen Areal, das Paulaner durch seinen Umzug in den Münchner Westen unter dem Nockherberg frei macht, wird Bauland. Zwischen 1.200 und 1.400 Wohnungen will die Bayerische Hausbau auf der Fläche realisieren. Am Mittwoch, 30. April, findet eine öffentliche Informationsveranstaltung zu den Planungen des neuen Wohnviertels im Pfarrsaal von Mariahilf statt.

 

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