Abnehmen mit der AZ Laptop und Lauch: Die neue Job-Diät

Kochbuchautor Sebastian Dickhaut begleitet die AZ-Diät-Serie. Foto: Feindt/Schramek

Weg mit Schokoriegeln und Leberkassemmel: Wir zeigen Ihnen, wie Sie am Schreibtisch ohne zu hungern abnehmen können.

 

Die Sonne lockt, die Hose kneift. Zeit, abzuspecken. Für Berufstätige ist das besonders schwer. Geschäftsessen, mittags was auf die Hand, dazu der Stress. Da sammeln sich die Kilos an. Die AZ zeigt in einer 14-tägigen Serie, wie Sie Kilos verlieren ohne zu hungern und ohne lange am Herd zu stehen. Für uns erdacht hat die Diät Kochbuchautor Sebastian Dickhaut:
 

AZ: Herr Dickhaut, können auch viel beschäftige Menschen, zum Beispiel Ministerpräsident Horst Seehofer, bei der Jobdiät mitmachen?

SEBASTIAN DICKHAUT: Klar. Sie ist für Menschen gedacht, die in der Arbeit ein starkes Pensum haben. Die Gerichte brauchen wenig Zeit – und nicht einmal eine Küche. Mikrowelle, Wasserkocher, das ist oft alles, was in Teeküchen steht. Ein Handwerker kann sich unseren Putenbraten im Bauwagen genauso aufwärmen wie der Ministerpräsident in der Staatskanzlei.

Schmeckt das denn?
Auf jeden Fall. Es ist eine Diät für Leute, die besser essen wollen und dabei abnehmen möchten. Nicht andersherum. Der Gedanke ist, dass man zu Hause etwas vorbereitet, das Finish aber mittags im Büro macht. Die Möhren-Ingwer-Suppe koche ich vorher, Orangensaft und Kürbiskerne kommen mittags dran.

Warum fällt es vielen schwer, im Büro gesund zu essen?
Wenig Zeit, schnell was essen, ein Schokoriegel – man stopft irgendwas in sich rein. Viele essen direkt am Arbeitsplatz und achten nicht darauf, was sie essen. Deshalb sollte man mittags eine Pause machen und den Raum wechseln. Das ist wie eine Insel im Tag.

Gibt es was für Naschkatzen?
Ja, etwa Erdbeer-Aufstrich. Aber man sollte versuchen, vom dick bestrichenen Marmeladenbrot wegzukommen. Süßes ist wie Passivrauchen: Es verführt zu mehr, weil es den Heißhunger anregt. Am besten suchen Sie sich einen Verbündeten.
 

Einen Verbündeten?
Jemand, der die Diät im Büro mit Ihnen durchzieht. Wenn alle Currywurst essen gehen, machen Sie es sich zu zweit beim scharfen Melonensalat in der Teeküche gemütlich. Alle Rezepte sind für zwei Personen geschrieben. Man kann sich mit dem Kollegen beim Kochen sogar abwechseln.

Gibt es auch Belohnungen?
Jeden Tag: Nüsse, Joghurt oder einen Apfel. So hat man etwas in der Schublade, wenn die Kollegin die Schokolade auspackt.

Was sind Kalorien-Fallen?
Man holt sich die Zeitung, dazu Cappuccino mit viel Zucker und eine Butterbreze. Mittags isst man gar nichts – und plündert am Nachmittag die Keksdose. Oder man hat nur einen Salat gegessen. Aber in der Fertigsoße war viel Öl. Solche Rituale müssen Sie aufbrechen, um das Essverhalten dauerhaft zu ändern.

Wie?
Essen Sie morgens nicht Obstsalat, sondern schaffen Sie sich mit Brot oder Müsli eine Basis. Abends sollte man auf Kohlehydrate verzichten.

Sie sind Kochbuchautor. Wo mussten Sie umdenken?
Bei Fett und Kohlenhydrate. Ich habe eng mit der Ernährungsberaterin Sophia Lichtenstein zusammengearbeitet. Anfangs hatten meine Rezepte zu wenig Kalorien. Da verbrennt der Körper nicht genügend. Deshalb sollte man keine Mahlzeit auslassen.

Ihr Lieblingsrezept?
Die Semmel mit Kürbiscreme und die Spaghetti Istanbulognese. Beides gibt es am ersten Tag, als kleine Wunder zum Verführen.

Wie viele Kilos purzeln?
Zwei Kilo in 14 Tagen, wenn man sich an die Diät hält und sich mehr bewegt. Die Kilos bleiben auch weg, wenn man nicht in alte Gewohnheiten zurück fällt. Aber das sollte nicht schwerfallen: Die Rezepte schmecken, sind leicht zu machen. Man kann sie in den Alltag einbauen – übrigens auch, wenn man frei hat.

 

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