Abgemeldet und abgestellt Tausende Autos verstopfen Parkplätze in Bayern

So gesetzeswidrig abgestellte Fahrzeuge bekommen einen roten Punkt als Warnung – das wirkt aber nicht immer. Foto: Tobias Hase/dpa

Mehr als 5500 ohne Kennzeichen standen allein 2017 in München herum und verstopften die Parkplätze der Stadt.

 

Bayern - Abgemeldet und abgestellt: Tausende nicht zugelassene Autos blockieren Parkplätze in Bayerns Städten. Vor allem München und Nürnberg sind betroffen, wie aus einer Umfrage der Deutschen Presse-Agentur hervorgeht. Allein in der Landeshauptstadt wurden laut Kreisverwaltungsreferat (KVR) 2017 mehr als 5500 Fahrzeuge ohne Versicherungsschutz oder Kennzeichen registriert. "Es gibt eh schon so wenige Parkplätze und die abgemeldeten Fahrzeuge nehmen dann noch zusätzlich Platz weg", hieß es dazu von der Münchner Polizei. Das sorge bei Bürgerinnen und Bürgern für Ärger.

Auf diese Weise ausgesetzte Fahrzeuge werden von Mitarbeitern der Stadt mit einem Aufkleber, dem "Roten Punkt", gekennzeichnet. Das ist im ganzen Freistaat üblich und soll zeigen, dass das Auto weg muss. In München hat der Besitzer dann einen Monat Zeit, um seinen Wagen zu entfernen. Diese Maßnahme wirke aber nicht immer, hieß es.

1370 Autos wurden in München abgeschleppt und gegebenfalls verschrottet

Rund 1370 Autos in München mussten im vergangenen Jahr abgeschleppt werden und gegebenenfalls verschrottet. Die Kosten hierfür müsse der Halter des Fahrzeugs tragen – samt zusätzlicher Sondernutzungsgebühren und eines Bußgelds, so das Kreisverwaltungsreferat. Dies könne je nach Fall pro Auto 300 Euro betragen.

Bayerns zweitgrößte Stadt Nürnberg registrierte im vergangenen Jahr rund 4500 Fahrzeuge, in Regensburg waren es bis Juli dieses Jahres laut Stadt bereits rund 230 Fahrzeuge. Eine Gefahr seien die auf Dauer abgestellten Autos in der Regel aber nicht, sagte ein Sprecher der Münchner Polizei. In Einzelfällen könne mal eine Ölwanne durchrosten. "Wichtig ist aber vor allem, dass ein Verfolgungsdruck herrscht. Die Leute müssen abgeschreckt werden, dass sie nicht denken, das wäre okay so."

 

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