Ab ins Abenteuer! Reisetipps der AZ: Gänsehautmomente und Adrenalinkicks

Ein Gigant des Ozeans: In Mosambik kann man mit (ungefährlichen) Walhaien schwimmen. Foto: Bruckmann Verlag_Shutterstock

Reiseanbieter präsentieren momentan die neuen Reisetrends für 2020. Die AZ hat alternative Vorschläge für alle, die richtig was erleben wollen.

 

Reiseanbieter sind gerade fleißig dabei, Vorfreude in den Herbst zu bringen. Vorfreude auf den Urlaub im kommenden Jahr. Auch die Reiseerfahrenen von "Lonely Planet" haben gerade ihre Empfehlungen für 2020 herausgebracht (pssst, Bonn ist im nächsten Jahr in).

Allen, die nicht nur dorthin wollen, wo es trendy ist – was zwangsläufig bedeutet, dass man dort sehr viele andere Touristen trifft –, sondern sich Gänsehaut-Momente und Adrenalin-Kicks wünschen, sei das Buch "Rauszeit" ans Herz und in die Reisetasche gelegt (Bruckmann Verlag, 240 S., 450 Abbildungen, 29,99 Euro).

Darin sind 400 Outdoor-Erlebnisse gesammelt. Auf der ganzen Welt – von Bayern bis Sri Lanka, vom Mount Everest bis zur Wüste Gobi.

66 Tipps für Deutschland, Österreich und die Schweiz

Egal ob in Deutschland, Europa, Asien, Afrika, Ozeanien oder Amerika: "Die Welt ist voller Abenteuer, faszinierender Plätze und magischer Momente, die nur darauf warten, entdeckt und erlebt zu werden", heißt es in dem Bildband-Reisebuch. Und weiter: "Die Welt ist voller Gegensätze, aber eins ist überall gleich: Draußen ist es einfach am schönsten!"

Egal, für welchen Kontinent man sich letztlich entscheidet, überall werden Touren und Aktivitäten aufgezeigt, die man entweder zu Fuß, mit dem Radl, auf Skiern, im Kanu oder auf andere Weise erleben kann.

Darunter zum Beispiel: Wandern zum Vulkan Tolbatschik, Pferde-Trekking durch Kirgistan, Haitauchen in Gansbaai, Schnorcheln auf Lizard Island, auf dem Schneemobil nach Barentsburg oder eine Kanutour am Chiemsee. Wer in nächster Zeit nicht allzuweit verreisen will oder kann, dem sei gesagt: Insgesamt enthält das Buch 66 Tipps für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Die Urlaubsplanung kann beginnen! Hier kommt eine Auswahl der AZ.

Der Maximiliansweg in Bayern

Die Isar darf bei den besten Naturerlebnissen nicht fehlen. Das Kanufahren auf Münchens Lieblingsfluss hat es ins Buch geschafft. Aber genauso weitere Highlights aus Bayern. Etwa die Zugspitze, eine Mountainbike-Tour um den Walchensee und auch der Maximiliansweg auf den Spuren von Maximilian II. (König von Bayern 1848 bis 1864).

Im Buch heißt es über den Wanderweg: "Er führt von Lindau über Füssen durch die Allgäuer Alpen und das Alpenvorland bis nach Berchtesgaden und bietet dabei ein außergewöhnliches Alpenpanorama und faszinierende Naturlandschaften." Der gesamte Weg bedeutet, dass man fünf Wochen unterwegs wäre. Nebenbei sieht man Neuschwanstein, Hohenschwangau und auch Linderhof. Meist ist der Weg deckungsgleich mit dem Europäischen Fernwanderweg E4.

Länge/Dauer: 360-380 Kilometer/fünf Wochen. Höhenunterschied: insgesamt 20.300 Hm.

Flusswanderung durch Fiumicelli

Langweilig wird es am Fluss Fiumicelli auf Korsika garantiert nicht: Man könne hier wandern, klettern, schwimmen, heißt es im Buch. Aber Obacht: "Was anfangs noch ein lockeres Waten durch knietiefes Wasser ist, entpuppt sich schnell als anspruchsvolle Flusswanderung mit allen Schikanen: Die Becken werden tiefer, die Steilwände höher, die Hindernisse mächtiger, die Felsblöcke im Flussbett unüberwindbar."

Man kann sich aber durchaus auch gut in den Sandbuchten ausruhen oder von Zeit zu Zeit in die Gumpen springen.

Länge/Dauer: drei Kilometer Fluss; 1,7 Kilometer Wanderweg, 2,2 Kilometer Straße/ein halber Tag. Startpunkt: Pont de Fiumicelli.

Austernsafari im Wattenmeer

Man läuft dabei stetig dem Horizont entgegen, der flimmernd in scheinbar unendliche Ferne die Brandung der Nordsee spiegelt", heißt es über die Austernwanderung in Dänemark.

Seit einigen Jahren sind amerikanische Austern an den Plätzen zu finden, wo eigentlich Mollusken beheimatet sind. "Mit Austernmessern bewaffnet kann man dieser Bedrohung entgegenwirken und sich wie ein Outdoor-Gourmet fühlen, wenn man die Schalen fachgerecht knackt und den Inhalt stilvoll an der Sonne schlürft."

Länge/Dauer: 8 Kilometer/ 4 bis 6 Stunden. Startpunkt: Vadehavscentret, Vester Vedsted.

Schnorcheln mit Walhaien

Mosambik ist kein klassisches Urlaubsland für Massen von Touristen. Bislang jedenfalls nicht. Unberührte Natur lässt sich hier wunderbar genießen. Zum Beispiel beim Schnorcheln mit Walhaien. Weil die Tourguides selbst so fasziniert von den riesigen Tieren sind und bei jeder Sichtung selbst in Ekstase geraten, wirkt das Abenteuer doppelt ansteckend, wie die Autorin dieser Zeilen selbst schon erlebt hat. Da schlägt das Herz schneller.

Auch in dem Buch heißt es: "Hektisch springen die Touristen in die Wellen des Indischen Ozeans, um ja nichts zu verpassen." Angst braucht man keine zu haben, denn die Walhaie sind Pflanzenfresser.

Die Saison dauert von November bis März, Anbieter finden sich in Ponto do Ouro, Tofo und Vilanculos – letzeres ist ohnehin ein sehr sehenswerter und bezaubernder Fleck in Mosambik mit dem nahen Bazaruto-Archipel.

Nachtwanderung auf Adams Peak

Der Adams Peak auf Sri Lanka ist heilig – für gleich vier Religionen. Die Buddhisten glauben an den Fußabdruck Buddhas auf dem Gipfel, Hindus halten ihn für den Abdruck Shivas, die Muslime für Adams ersten Schritt nach dem Rauswurf aus dem Paradies und für die Christen war es der Heilige Thomas.

Am besten macht man sich dorthin auf, wenn es noch ganz früh ist: gegen zwei oder halb drei Uhr morgens, heißt es in dem Buch. Die Stufen sind beleuchtet. Erst schwitzt man stark, dann zieht kalte Luft herum. "Der Blick von oben ist im ersten Licht des Tages einfach umwerfend!"

Dauer: 5 bis 8 Stunden. Startpunkt: Dalhousie. Beste Reisezeit: Dezember bis April. Höhenunterschied: 1.045 Hm.

Biken durchs Heilige Tal der Inka

Im Valle Sagrado de los Incas in Peru haben die Inkas schon Mais angebaut, Festungen errichtet und "Feldbauterassen bis weit hinauf in die Hänge der Anden" errichtet.

"Erlebnisreich ist es, das Heilige Tal per Mountainbike anzugehen. Eine 61 Kilometer lange Radstrecke verbindet Pisaq mit Ollantaytambo". An beiden Orten lassen sich alte Befestigungen anschauen. Den Fluss verliert man nie, er ist die Lebensader des Tals, heißt es im Buch. Zu sehen gibt es des Weiteren: Maisfelder, Lehmziegelbauten, Kakteen, Agaven.

Länge: mindestens drei Stunden.

Lesen Sie hier: Fünf Touren zum Wandern und Radeln im Münchner Süden 

 

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