80.000 Euro Schaden Brandanschlag auf Telekom-Autos

Den Schriftzug "Final" hinterließen die Sprayer vor dem Dante-Gymnasium in der Wackersberger Staße. Quelle: Unbekannt

Die Täter haben Schulen, die Telekom und eine Bank im Visier. Die Polizei ermittelt wegen einer Serie von Sachbeschädigungen gegen linke Chaoten.

München - Brandanschläge, Farb-Attacken, Schmierereien: Der Staatsschutz der Münchner Polizei ermittelt wegen einer Serie von Sachbeschädigungen, die nach bisherigen Erkenntnissen von politisch links motivierten Tätern begangen wurden. Geschätzter Schaden: 80.000 Euro.

 

Die Attacken richteten sich gegen Schulen, Autos, eine Bank und zwei staatliche Einrichtungen:

In der Nacht vom 21. auf 22. Mai kleben Unbekannte fünfzehn Plakate an Wände des Klenze-Gymnasiums und des Dante-Gymnasiums in der Wackersberger Straße. Sie sprühen auch die Worte „Anarchy“ und „Final“ an eine Mauer.

Am Dienstag, 22. Mai, wirft jemand eine mit Farbe gefüllte Glasflasche an die Tür einer Einrichtung für Freigänger in der Leonrodstaße.

In der Nacht zum Mittwoch, 23. Mai, gehen in der Rablstraße in Haidhausen zwei Autos der Telekom in Flammen auf. Die Polizei geht von mutwilliger Brandstiftung aus.

Das Kreiswehrersatzamt in der Dachauer Straße wird in der Nacht zum 24. Mai zum Ziel von Steinwürfen. Vier Fensterscheiben gingen zu Bruch.

Schließlich wird am 25. Mai die Stadtsparkasse in der Schleißheimer Straße mit einer Farbflasche beworfen. Es entsteht ein Schaden von 10000 Euro.

Die Taten sind auch Thema in links motivierten Internetportalen wie „linksunten.indymedia.org“. Dort schreibt zum Beispiel ein User namens „anarchist attack“ über die brennenden Autos: „Die Aktion stellt sich in die Reihe europaweit stattfindender Angriffe auf die Telekom als neoliberaler und ausbeuterischer Akteur innerhalb der kapitalistischen Krisenpolitik“.

Die Münchner Polizei hofft auf Zeugenhinweise. Noch immer ungeklärt ist übrigens der Brandanschlag auf drei Polizeiautos im Dezember 2011 in Bogenhausen. Einen Zusammenhang zu der jüngsten Serie schließt die Polizei derzeit nicht aus.

 

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