501 Jahre Reinheitsgebot Schlaraffenland-Feeling: Das kühle Gold aus dem Bierbrunnen

Zum "Tag des Bieres" im prächtigen Dirndl: die Bayerische Bierkönigin Sabine-Anna Ullrich (links) und die Hallertauer Hopfenkönigin Sabrina Schmalhofer. Foto: Daniel von Loeper

Freibier und Sonne für alle: den alljährlichen "Tag des Bieres" verbrachten viele Besucher entspannt vor dem Brauerhaus. Gastgeber waren der Brauerbund und die Brauereien.

 

München - "Bringts uns a Maßerl guates, echtes, gsüffiges, gschmackiges, boarisches Bier", das hat schon der berühmte Roider Jackl gesungen. Spätestens beim alljährlichen "Tag des Bieres" wird dieser Wunsch in München erhört: aus dem Bierbrunnen vor dem Brauerhaus am Oskar-von-Miller-Ring sprudelte am Montag das gold-getönte Freibier - 501 Jahre nach Inkrafttreten des Bayerischen Reinheitsgebotes. Gastgeber sind jedes Jahr der Bayerische Brauerbund und die Münchner Brauereien.

Zum Bier gibt's bayerische Schmankerl

Zur Freude der Münchner. Rund 800 Besucher nutzten den schönen sonnigen Tag und ließen sich auf eine Halbe unter den Kastanien und gelben Sonnenschirmen nieder. Zum frisch gezapften Weißbier, Kellerbier und Dunklem gab's, wie soll es auch anders sein, deftige bayerische Schmankerl.

Eigentlich ist der "Tag des Bieres" am 23. April. Weil der heuer aber auf einen Sonntag gefallen ist, wurde das Freibier-Event um einen Tag verschoben. Der "Tag des Bieres" wird gefeiert, weil am 23. April 1516 die bayerischen Herzöge Wilhelm IV. und Ludwig X. das Bayerische Reinheitsgebot erlassen hatten. Bis heute sind Wasser, Malz, Hopfen und Hefe die einzigen Rohstoffe, die für die Bierherstellung in Bayern verwendet werden dürfen.

Den Brunnen gibt's seit 1958

Das diesjährige Fest eröffneten um 11 Uhr die Bayerische Bierkönigin Sabine-Anna Ullrich, die Hallertauer Hopfenkönigin Sabrina Schmalhofer, die Präsidentin des Bayerischen Hotel- und Gaststättenverbands Angela Inselkammer, der Präsident des Bayerischen Brauerbunds Georg Schneider und ein Vertreter aus dem Landwirtschaftsministerium, Eckbert Dauer. Die Bayerischen Brauereien stifteten 1000 Liter Freibier - und die hielten gut drei Stunden. "Um 14.15 Uhr war das Bier alle", sagte der Sprecher des Brauerbunds, Walter König, der AZ.

Der Bierbrunnen ziert das ganze Jahr über den Vorplatz des Münchner Brauerhauses. Nur zum "Tag des Bieres" sprudelt frisches, bayerisches Bier aus seinen Hähnen. Dafür wurden vor rund 15 Jahren drei Bierleitungen aus dem Haus zum Brunnen gelegt, die übers Jahr allerdings nur mit Wasser gefüllt sind. Aufgestellt wurde er 1958 zum 800-jährigen Stadtjubiläum. Bierbrunnen haben eine lange Tradition: Aus ihren Tiefen gewinnen viele Brauereien noch heute reines Grundwasser für die Herstellung ihrer Biere.

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