500 Jahre Heiliger Franz von Paolo Zum Jubiläum braut Paulaner ein Paolaner

Pose mit Bier (v.l.): der Braumeister von Paulaner Uli Schindler,Padre Antonio Cascario und Emanuele Carnevale, Vertreter der Stadt Paola Foto: Daniel Loeper

Der Namensgeber der Brauerei Paulaner wurde vor 500 Jahren heilig gesprochen - Grund genug für einen italienischen Glaubensbruder mit der Brauerei ein "Paolaner" zu brauen.

 

München - Paulaner feiert ein großes Jubiläum. 500 Jahre ist es her, dass der Mönch, Franz von Paola (1406 – 1507), heilig gesprochen wurde. Der Minimi-Orden in der kalabrischen Küstenstadt Paola, den der Mönch einst gründete, existiert bis heute, weshalb dort seine Heiligsprechung am Kloster "Santuario San Franceso di Paola" vom 2. bis 4. Mai groß gefeiert wird.

Franz von Paola gilt indirekt als einer der Namensgeber der heutigen Brauerei, auch wenn er mit dem Bierbrauen so gar nichts zu tun hatte. Denn Brüder seines Ordens, die "Paolaner", zogen über 100 Jahre nach dem Tod von Franz von Paola hinaus in die weite Welt und gründeten 1627 in München das Kloster Neudeck. Schnell hießen sie: die Paulaner-Mönche. Ab 1634 brauten sie ihr eigenes Bier. Das Jahr gilt als offizielles Gründungsdatum der Brauerei Paulaner.

"Ich hätte nie gedacht, dass man dabei so viel Geduld braucht"

Wegen dieser Verbindung reiste Padre Antonio Cascario aus dem 1.400 Kilometer entfernten Paola an, um mit dem Paulaner-Braumeister ein Festbier zu brauen: untergäriger Doppelbock mit dem Namen "Paolaner". 200 Liter hiervon werden vom 2. bis 4. Mai in Paola als Freibier ausgeschenkt. Weitere 200 Hektoliter sollen bei den Festlichkeiten verkauft werden.

Padre Antonio ist fasziniert von der Bierbraukunst. "Ich hätte nicht gedacht, dass man dabei so viel Geduld braucht", sagt der Mönch, "das passt sehr gut zum Leben eines Mönches: Geduld ist göttlich."

 

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