47-Jähriger in Haft Etliche Brände im Umland: Polizei fasst mutmaßlichen Feuerteufel

In Oberbiberg ist eine Scheune komplett abgebrannt. Der Festgenommene wird verdächtigt, das Feuer gelegt zu haben. Foto: T. Gaulke

Die Polizei konnte einen 47-Jährigen festnehmen, der verdächtigt wird, etliche Brände im Umland gelegt zu haben.

 

Reichersbeuern - Nach mehreren Bränden in den Landkreisen Bad Tölz-Wolfratshausen und München hat die Polizei einen Tatverdächtigen festgenommen.

Der 47-Jährige sei am Donnerstag an seinem Wohnort im Landkreis München verhaftet worden und sitze nun in Untersuchungshaft, teilte die Polizei mit. Er wird verdächtigt, seit Montag in fünf Gemeinden Brände gelegt zu haben. Verletzt wurde dabei niemand, den Schaden schätzten die Ermittler auf mehrere Millionen Euro.

Der gravierendste Brand hatte sich am frühen Montagmorgen auf dem Gelände eines Biomasse-Kraftwerks in Reichersbeuern ereignet. Dabei wurden das Kraftwerk und zwei Lagerhallen für Hackschnitzel zerstört. Der Schaden dürfte Polizeiangaben zufolge bei mehr als einer Million Euro liegen. Zudem wird nicht ausgeschlossen, dass der Mann möglicherweise mit dem Brand in Verbindung steht, der sich am späten Mittwochabend in Oberbiberg ereignet hat. Hier brannte eine Scheune komplett nieder.

Polizei gründet Ermittlungsgruppe "Isar"

Wegen des engen zeitlichen und örtlichen Zusammenhangs wurde in Absprache mit der Staatsanwaltschaft München II bei der Kriminalpolizei Weilheim die Ermittlungsgruppe "Isar" gegründet. In allen vier Fällen konnte eine vorsätzliche Brandlegung nicht ausgeschlossen werden.

Der Verdächtige ist bereits wegen etlicher anderer Delikte polizeibekannt. Er wurde auf Antrag der Staatsanwaltschaft dem Ermittlungsrichter vorgeführt, der Haftbefehl erließ. Der 47-jährige wurde in eine Justizvollzugsanstalt eingeliefert. Die Ermittlungen zur Klärung der Brandfälle laufen weiterhin auf Hochtouren.

 

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