28. Spieltag für den TSV 1860 Löwen gegen Löwen - das Duell der Artgenossen

Im Hinspiel traf Christopher Schindler zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich. Am Ende verlor 1860 zuhause mit 1:2 gegen Eintracht Braunschweig. Foto: dpa

Während der TSV 1860 um den Klassenerhalt ringt, kämpft Eintracht Braunschweig um das letzte Fünkchen Hoffnung in Sachen Aufstieg. 

 

München - Sie tragen beide den Löwen im Herzen: Der TSV und die Eintracht - wenn sie am Samstag in Braunschweig aufeinander treffen, wird das Stadion zum Löwen-Gehege. Ein Kampf um die Vorherrschaft unter den Königen der Tiere. Ein Kampf um Ehre, Ruhm und Hierarchie.

Möchte man meinen. Stattdessen geht es für die Einen darum, nicht aus dem Gehege rausgeworfen zu werden. Und für die Anderen geht es darum, in ein noch besseres Gehege verlegt zu werden. Triste Realität Dritte Liga oder Glamour und Glanz der Ersten Liga. Die Einen wollen unbedingt in Liga zwei bleiben, die Anderen wollen sie unbedingt verlassen.

"Die Eintracht hat noch eine Minimalchance auf den Relegationsplatz. Die werden alles versuchen uns zu schlagen", weiß 1860-Coach Torsten Fröhling und mahnt: "Braunschweig spielt sehr robust, sehr kampfbetont, sehr diszipliniert. Es wird also auch weh tun."

Mit sieben Punkten Rückstand auf Rang drei kann sich Braunschweig keinen Ausrutscher mehr erlauben. Für den Tabellen-Fünften ist ein Sieg über den 15., den TSV, absolute Pflicht. Keine einfache Situation für die Eintracht, glaubt und hofft 1860-Sportchef Gerhard Poschner. "Für Braunschweig ist es die letzte Chance im Kampf um den Aufstieg. Das kann für die vor eigenem Publikum auch schnell zur Belastung werden."

Die Belastung vor heimischem Publikum - damit kennen sich die Münchner Löwen aus. Daher sind sie froh, nach den zwei verpatzten Heimspielen in Serie gegen Aalen und Aue wieder auswärts antreten zu können. Dort, wo sie 16 ihrer 26 Punkte geholt haben. Poschner weiter: "Wir glauben an die Spieler. Wir glauben an die Mannschaft. Sie muss also nur noch an sich selbst glauben - und das tut sie."

Am Samstag ab 13.00 Uhr können die Münchner Löwen zeigen, dass sie zurecht im Gehege der Zweiten Liga sind. Und dort auch die Krallen ausfahren können, wenn nötig. Und mit nur einem Punkt Vorsprung auf Rang 17 ist es jetzt nötiger denn je.

 

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