2500 Arbeitsplätze bedroht Streiks der bayerischen Schleusenwärter gehen weiter

Schiffstau vor einer Schleuse: So dürfte es in den nächsten Wochen auf Main und Donau aussehen. Foto: dpa

Stillstand der Binnenschifffahrt: An Main und Donau streiken die bayerischen Schleusenwärter weiter. Wegen der Umstrukturierung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sieht Verdi 2500 Arbeitsplätze bedroht.

 

Würzburg – Die Schleusenwärter in Bayern streiken seit Dienstagfrüh wieder. Die Schifffahrt auf Main und Donau werde daher weitestgehend stillstehen, sagte der stellvertretende Landeschef der Gewerkschaft Verdi in Bayern, Norbert Flach. Rund 550 Beschäftigte beteiligten sich an den Streiks. Die Arbeitsniederlegungen sollen bis auf weiteres andauern, sagte Flach. Er glaube nicht, dass der Konflikt bis zu den Sommerferien beigelegt sei.

Bereits in der vergangenen Woche hatten die Schleusenwärter gestreikt. Die Beschäftigten der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung wehren sich gegen die Reformpläne von Bundesverkehrsminister Peter Ramsauer (CSU). Sie fordern einen Tarifvertrag, der sie vor Kündigungen schützt. Wegen der Umstrukturierung der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung sieht Verdi 2500 der 12 000 Arbeitsplätze bedroht. In einem Brief an die Beschäftigten hatte Ramsauer im Juni betriebsbedingte Kündigungen und ungewollte Versetzungen ausgeschlossen. Diese Zusicherungen seien aber jederzeit widerrufbar, kritisierte Verdi.

 

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