24.000 unfreiwillige Fans Facebook löscht umstrittene ISIS-Seite

Josef Schmid: Münchens Bürgermeister wurde, wie rund 24.000 andere Personen, ungewollt zum ISIS-Sympathisant. Foto: az

Unangenehme Überraschung für rund 24.000 Deutsche am Donnerstag: Laut Facebook gefiel ihnen allen eine Seite über ISIS – also die Terrororganisation Islamischer Staat. Nun können die betroffenen durchatmen.

 

München – Facebook hatte mittels eines Algorithmus kurzerhand jede Menge Personen, die Kommentare oder Links zum Thema IS oder ISIS gepostet haben, zu Fans einer entsprechenden Themenseite erklärt. Diese Seite bot kaum Inhalte außer der deutlich sichtbaren schwarzen Flagge der Terror-Miliz.

Wer am Donnerstag die Seite aufrief konnte unter den "Fans" der Seite zahlreiche eigene Freunde finden, sogar Münchens zweiter Bürgermeister Josef Schmid tauchte in der scheinbar willkürlich generierten Liste auf.

Nachdem sich zahlreiche Nutzer über diese ungefragte Verknüpfung ihres Profils mit der Thematik "ISIS" beschwerten, hat Facebook nun reagiert: Die umstrittene Seite wurde kurzerhand gelöscht. Gegenüber dem BR bezeichnete eine Facebook-Mitarbeiterin den Vorfall als einen "Bug".

 

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