Frankfurt dreht Spiel Hütter: "Etwas Schöneres kann es nicht geben"

Der Frankfurter Ante Rebic (M) jubelt nach dem 1:0 mit seinen Teamkollegen. Foto: Thomas Frey/dpa

Eintracht Frankfurt gelingt momentan alles. Nach einem 1:2-Rückstand drehen die Hessen die Bundesliga-Partie gegen 1899 Hoffenheim noch zum 3:2-Sieg. Mit dieser Mentalität hoffen sie auch auf einen Erfolg im Europa-League-Hit gegen Inter Mailand.

 

Frankfurt/Main - Nach dem eindrucksvollen Last-Minute-Erfolg gegen 1899 Hoffenheim kannten die feiernden Fans von Eintracht Frankfurt keine Grenzen. "Deutscher Meister werden wir", sangen sie nach dem 3:2 (1:1) im Walzertakt noch lange nach dem Abpfiff.

"Ein Tor zum Sieg mit der letzten Aktion. Etwas Schöneres kann es nicht geben", sagte Eintracht-Chefcoach Adi Hütter nach einer enormen Energieleistung, mit der der Traum vom Einzug in die Champions League aufrecht erhalten wurde. Den Abstand zum Europacup-Rivalen aus dem Kraichgau vergrößerten die Hessen auf sechs Punkte.

Dank der späten Tore von Sebastién Haller (89. Minute) und Goncalo Paciencia (90.+6) blieb der DFB-Pokalsieger in einer dramatischen Schlussphase auch in der siebten Partie der Rückrunde der Fußball-Bundesliga ohne Niederlage. Vor 49.500 Zuschauern hatte Ante Rebic (20.) die Gastgeber in Führung gebracht. Joelinton (43.) und Ishak Belfodil (60.) erzielten die Treffer für Hoffenheim.

"Das tut weh und ist ein bitterer Moment", klagte Hoffenheims Trainer Julian Nagelsmann. Dagegen kam dieser Sieg für seinen Kollegen vor dem Achtelfinal-Schlager der Europa League am Donnerstag gegen Inter Mailand zur rechten Zeit. "Er wird uns zusätzliche Kraft geben", sagte Hütter.

Wie erwartet setzten die beiden Clubs mit den besten Angriffsreihen der Liga hinter Borussia Dortmund und Bayern München auf ihre Offensivstärke. Auch Nagelsmann wich trotz massiver Personalprobleme vor allem in der Abwehr um den verletzten Kevin Voigt nicht von seiner Vorwärtsstrategie ab. Deshalb entwickelte sich ein munteres Spiel mit guten Möglichkeiten aber nur wenigen Großchancen.

In der 15. Minute wurde es erstmals richtig gefährlich vor dem 1899-Gehäuse, als Sebastian Rode von der linken Strafraumgrenze einen Freistoß herein zirkelte und Eintracht-Verteidiger Evan Ndicka den Ball nur knapp am Tor vorbei köpfte. Fünf Minuten später gelang dies den Frankfurtern viel besser: Bei einem Freistoß vom Filip Kostic köpfte der sich flink aus der Mauer lösende Rebic ins rechte Eck. Für den kroatischen Vizeweltmeister war es der neunte Saisontreffer.

Danach war der DFB-Pokalsieger dichter am zweiten Tor dran als die Hoffenheimer am Ausgleich. So vergab der allein in den gegnerischen Strafraum eindringende Haller (25.) die Möglichkeit zum 2:0. Statt es selbst mit einem Schuss aus Nahdistanz zu versuchen, passte er zu ungenau auf Rebic. Vor dem Pausenpfiff drehten dann die Gäste noch einmal auf und erzielten durch Joelinton das 1:1. Einen Flachpass von Joshua Brenet leitete Adam Szalai per Hacke weiter und der Brasilianer drückte den Ball nur noch über die Torlinie.

Diesen Schwung nahmen die Gäste mit in die zweite Halbzeit und ließen den nun etwas ideenlosen Platzherren wenig Raum zur Entfaltung - und wurden dafür belohnt. In der 60. Minute schoss Belfodil aus 14 Metern zum 2:1 ein, was die Frankfurter wieder aktiver werden ließ. Nach einer Gelb-Roten Karte für Kasim Adams (65.), der den fast entwischten Haller foulte, spielten die Hessen nur noch gegen zehn Mann und drehten das Spiel durch die Tore von Haller und Paciencia. "Wir sind sehr glücklich", sagte Haller.

 

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