2:2 in Wolfsburg Wiesinger: "Wollten eigentlich anders spielen"

Das frühe Gegentor durch Diego warf Nürnbergs Taktik schnell über den Haufen. Erst mit der Umstellung zur Pause lief's besser beim Club.

 

Wolfsburg/Nürnberg - Was macht man, wenn eine Taktik nicht aufgeht? Man nimmt einfach eine andere! So geschehen am Sonntag in Wolfsburg (2:2). Bereits nach knapp zwei Minuten traf Diego mit einem Freistoß zum 1:0 für die Wölfe, warf damit die geplante Strategie des FCN-Trainergespanns Wiesinger/Reutershahn völlig über den Haufen.

"Wir hatten uns eigentlich etwas anderes vorgenommen", erklärt Michael Wiesinger. "Wir wollten tief stehen und die Wolfsburger so ein bißchen locken. Deshalb haben wir auch mit Alex Esswein in der Spitze gespielt, um mit schnellen Kontern zum Erfolg zu kommen."

Hört sich durchdacht an, ging aber dank Diego nicht auf. Das Spiel entwickelte sich genau anders herum. "Laut Statistik hatten plötzlich wir mehr Ballbesitz und Wolfsburg hat sich nach dem Treffer zurückgezogen", so der Club-Coach.

Aber die FCN-Übungsleiter reagierten. Nach Olic' 2:0-Schlenzer und einer insgesamt schlechten ersten Halbzeit des FCN stellten Wiesinger und Reutershahn in der Pause um. Markus Feulner rückte weiter nach vorne, für Mike Frantz kam in den zweiten 45 Minuten mit Tomas Pekhart ein Stoßstürmer. Und der FCN zurück in die Partie.

Michael Wiesinger: "Für die zweite Hälfte muss ich der Mannschaft ein großes Kompliment aussprechen. Mit etwas Glück im Abschluss hätten wir hier sogar noch gewinnen können." Nach Chancen von Markus Feulner und Timmy Simons köpfte Tomas Pekhart den Ball in der 83. Minute an den Querbalken.

"Es wäre nach der ersten Halbzeit aber wohl auch etwas zuviel des Guten gewesen. Am Ende ist das Remis gerecht gewesen", gesteht Michael Wiesinger - und tüfftelt nun mit Armin Reutershahn an einer Taktik für das kommende Spiel gegen den FSV Mainz 05 (Sonntag 15.30 Uhr).

 

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