2:1 gegen Niederlande Hockey-Männer sicher im Viertelfinale von Rio

Selbstbewusst und siegessicher: Martin Haner (links) und Moritz Fürste. Foto: dpa

Die deutschen Hockey-Männer haben das Prestigeduell gegen den Erzrivalen Niederlande gewonnen und ziehen als Gruppensieger ins olympische Viertelfinale ein. Garant für den Sieg: Torwart Nicolas Jacobi.

 

Rio de Janeiro - Selbstbewusst, zielstrebig - und vor allem erfolgreich: Die deutschen Hockey-Männer haben im Prestigeduell mit dem Erzrivalen Niederlande ein Ausrufezeichen gesetzt und ziehen bei den Olympischen Spielen als Gruppensieger ins Viertelfinale ein.

Die Mannschaft von Bundestrainer Valentin Altenburg schlug Oranje in einer Neuauflage des Endspiels von 2012 mit 2:1 (1:0) und schloss die Vorrunde auf ihrem Weg Gold-Hattrick ohne Niederlage ab. Das Viertelfinale findet am Sonntag statt. Der Gegner steht noch nicht fest.

"Das war heute das beste Spiel von uns. Wenn du hier gegen Holland gewinnst und es um Platz eins geht, dann ist das eine tolle Sache", sagte Kapitän Moritz Fürste, und Coach Altenburg meinte: "Es war ein wahnsinniges gutes Hockey-Spiel. Ich fand es geil, wie wir dem Druck standgehalten haben. Nicolas Jacobi hat super gehalten, er war der Garant für den Sieg."

Fürste versprach für die K.o.-Phase: "Wir werden einen Gang hochschalten. Egal, wer unser Gegner wird, die werden keinen Bock auf uns haben." Torjäger Florian Fuchs (7.) traf nach präziser Vorarbeit von Tom Grambusch zur Führung für Deutschland, das 2008 in Peking sowie dann vier Jahre später nach einem 2:1 im Finale über die Niederlande in London Gold gewonnen hatte.

Revanche für 1:6-Pleite

Christopher Rühr servierte kurz nach der Pause für Mats Grambusch, der den Ball zum 2:0 ins Tor lenkte (33.). In Unterzahl kassierte Deutschland kurz vor Ende des dritten Viertels den Anschlusstreffer durch Seve van Ass (44.).

Die deutschen Männer um Kapitän Moritz Fürste starteten hochkonzentriert gegen Oranje, das Deutschland im Vorjahr beim EM-Finale in London beim 1:6 gedemütigt hatte. Damals führten die Niederlande schon zur Pause 5:0. In Rio gehörte die erste Hälfte klar Deutschland.

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Abwehrchef Martin Häner und Stratege Fürste hielten die zuletzt etwas wackelige Defensive zunächst schadlos. Glück brauchte Torhüter Nicolas Jacobi, als eine Strafecke von van Ass an den Pfosten krachte (27.). Nach dem Seitenwechsel knüpfte das deutsche Team nahtlos an seine starke Vorstellung an, brauchte aber auch Jacobi, der eine Strafecke von Mink van der Weerden spektakulär entschärfte (37.).

Kurz später nahm die Partie durch 1:2 nochmal deutlich an Fahrt auf. In den Gruppenspielen zuvor hatte die Auswahl des Deutschen Hockey-Bunds (DHB) gegen Kanada (6:2), Indien (2:1) und Irland (3:2) gewonnen und sich mit 4:4 von Argentinien getrennt.

Auch die Frauen gegen Holland

Am Samstag (12.30 Uhr OZ/17.30 Uhr MESZ) kommt es auch bei den Frauen zum Duell Deutschland gegen die Niederlande. Das bereits für die K.o.-Runde qualifizierte Team von Bundestrainer Jamilon Mülders will als Außenseiter gegen den Titelfavoriten seine Ausgangsposition verbessern.

"Es ist ein Topgegner, der beste mit dem man sich messen kann", sagte die deutsche Kapitänin Janne Müller-Wieland nach der enttäuschenden 1:2-Niederlage gegen Spanien, dem ersten Rückschlag nach zuvor guten Auftritten gegen China (1:1), Neuseeland (2:1) und Südkorea (2:0).

 

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