2018 war schwieriges Jahr Mehr als jedes fünfte Paar Schuhe wird online gekauft

Der Onlinehandel mit Schuhen konnte zwar seine Umsätze erneut steigern, doch die zweistelligen Wachstumsraten früherer Jahre waren auch für ihn nicht mehr zu erreichen. Foto: Jörg Carstensen/dpa

Düsseldorf - Gut jedes fünfte Paar Schuhe wird in Deutschland inzwischen im Internet gekauft. Die Online-Umsätze hätten im vergangenen Jahr erneut um 4 bis 5 Prozent zugenommen, berichtete der Bundesverband des Deutschen Schuheinzelhandels (BDSE) anlässlich der Messe "Galley Shoes" in Düsseldorf.

 

2018 war nach Angaben des Verbandes ein schwieriges Jahr für den Schuhhandel. Insgesamt seien die Umsätze der Branche nach vorläufigen Berechnungen um drei Prozent auf rund 11,5 Milliarden Euro zurückgegangen.

Schuld daran war nach Angaben des Verbandes nicht zuletzt der Supersommer 2018. Im ersten Halbjahr habe der Schuhhandel darunter gelitten, dass bereits der April sommerliche Temperaturen gebracht habe. Das Geschäft mit Übergangsschuhen sei deshalb schlecht gelaufen. Im zweien Halbjahr hätten die Winterschuhe lange in den Regalen gestanden, da der Hochsommer nicht weichen wollte. Dies habe zu mehr Rotstift-Aktionen als im Vorjahr geführt.

Besonders hart traf die mangelnde Kauflust den stationären Schuhhandel, der ein Umsatzminus von etwa vier Prozent hinnehmen musste. Nach BDSE-Erhebungen verbuchten fast drei Viertel der Schuhgeschäfte rückläufige Umsätze. Der Onlinehandel konnte zwar seine Umsätze erneut steigern, doch die zweistelligen Wachstumsraten früherer Jahre waren auch für ihn nicht mehr zu erreichen. Laut BDSE entfällt inzwischen knapp ein Viertel der Online-Umsätze auf Händler, die ihre Wurzeln im stationären Geschäft haben.

Für 2019 ist der Schuheinzelhandel trotz enttäuschenden Jahres 2018 recht zuversichtlich. Fast die Hälfte der Händler (47 Prozent) erwartet ein Umsatzwachstum, nur ein Viertel rechnet mit einem erneuten Umsatzrückgang.

 

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