1860-Trainer über Kapitän Bierofka: „Keiner lässt hier den Aiges fallen“

Löwe Stefan Aigner scheitert mit einer Chance im Spiel des TSV 1860 München beim VfL Bochum. Foto: firo/augenklick

Der 1860-Kapitän Stefan Aigner spielt nach seiner Verletzung schwach. Interimstrainer Daniel Bierofka: „Er hat keine leichte Phase.“

 

München - Er hätte dem Spiel eine ganz andere Wendung verleihen können. Stefan Aigner, Kapitän des TSV 1860, war beim Auswärtsspiel in Bochum am Samstag überwiegend blass geblieben. Dann stand er plötzlich frei vor dem Kasten – und vergab die beste Löwen-Chance.

In der 62. Minute hätte Aigner die Sechzger in Führung bringen können, wenn nicht müssen, er scheiterte nach Querpass von Levent Aycicek aber an Gegenspieler Timo Perthel. „Klar hätte ich mir gewünscht, dass er den ins Tor haut“, erklärte Interimstrainer Daniel Bierofka nach der 0:1-Niederlage. „Vor ein paar Wochen, vor seiner Verletzung“, so Bierofka, „hätte er den Ball reingehauen. Aber ich mache ihm da keinen Vorwurf.“

Was Aigner der AZ schon vor dem Spiel gestand, bestätigte sein Trainer nach der Pleite: Aigner agiert nach seinem Innenbandanriss im Knie, der ihn für zehn Wochen außer Gefecht gesetzt hatte, noch nicht mit der Überzeugung, einer der besten Löwen-Akteure zu sein, den die Sechzger überhaupt im Kader haben.

Symptomatisch: Bei einem Foul nach wenigen Minuten ging Aigner zu Boden und schrie auf, obwohl er kaum berührt worden war. Selbstschutz, um nicht weiter auf die Socken zu bekommen? Auch eine weitere Chance verstolperte der 29-Jährige. Bierofka erkannte: „Er hat momentan keine leichte Phase, er war lange verletzt. Momentan ist er durch seine lange Verletzungspause ein bisschen gehemmt.“

Bierofka: "Wir werden Aigner weiter unterstützen"

Daher gelte es laut dem 37-Jährigen nun, den zurückgekehrten Urlöwen wieder in die Spur zu bringen. „Keiner lässt hier den Aiges fallen – im Gegenteil: Wir werden ihn wieder unterstützen. Wir müssen ihn wieder dorthin bringen, wo er war.“

 

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