1860-Präsident Schneider im Krankenhaus: Hat ihn 1860 krank gemacht?

Dieter Schneider. Foto: sampics/Matzke

Noch-Löwen-Boss Dieter Schneider hat sich ins Krankenhaus einliefern lassen. Es ist das Herz! Jetzt wird der 65-Jährige tagelang untersucht – und die Frage geklärt, wie schlimm es wirklich ist

 

München - Das Ausscheiden aus seinem Amt hatte sich Dieter Schneider sicher anders vorgestellt. Erst die ewigen Querelen mit den Aufsichtsrat und Investor, dann das Nachtreten von Aufsichtsratschef Otto Steiner bei der Präsentation von Hep Monatzeder – und jetzt zu allem Übel auch noch gesundheitliche Probleme: Schneider liegt im Krankenhaus!
„Ich habe mich auf Anraten meiner Ärzte in die Klinik begeben“, bestätigt der Noch-Boss der AZ, „es ist eine Herz-Kreislauf-Geschichte, die ich schon einige Zeit mit mir herumschleppe. Jetzt schauen wir mal, was ich habe."

Schneider beschwichtigt zwar. Er will nicht, dass man sich zu große Sorgen um ihn mache, die Situation sei „nicht akut“, auch eine OP sei wohl (noch) nicht nötig. Dennoch scheinen seine gesundheitlichen Probleme, die er durch seine gesamte Amtszeit mitgeschleppt hat, recht ernst zu sein. Er hätte kaum mehr als „eine Treppenstufe hochsteigen“ können, ohne außer Atem zu geraten, gesteht er.

Schon bei seinem Abschiedsinterview mit der AZ vor einer Woche und beim Heimspiel gegen Hertha BSC am Samstag fiel auf, dass er, der passionierte Raucher und Kaffee-Trinker, die Zigaretten weitgehend in der Tasche ließ und Wasser trank. Seine Frau Gipsy verriet außerdem, dass es Schneider „gar nicht gut“ gehe. Sie meinte den Seelenzustand ihres Mannes nach seinem mehr oder weniger vom Aufsichtsrat erzwungenen Verzicht auf eine weitere Amtszeit. Vor allem das Nachtreten Steiners, der dem 65-Jährigen vorgeworfen hatte, dem Aufsichtsrat keine Strategie präsentiert zu haben, wie er das Verhältnis zu Investor Hasan Ismaik verbessern wolle, habe ihrem Mann zugesetzt, sagte sie. Und das wohl nicht nur psychisch. Haben die Querelen bei 1860 Schneiders Gesundheit ruiniert?

Es ist jedenfalls schon das dritte Mal, dass Schneider in den letzten zweieinhalb Jahren ins Krankenhaus musste. Im September 2011 war er wegen Problemen am Magen ein paar Wochen in der Klinik, im April 2012 hatte er in der Allianz Arena sogar einen Schwächeanfall erlitten. Nun wird er auch das Ende seiner Amtszeit (am 1. April übernimmt Monatzeder) im Krankenhaus verbringen. „Es werden viele Untersuchungen gemacht. Das kann zehn Tage dauern", sagt Schneider.

 

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