1860-Pleite in Karlsruhe Stimmen: "Das war ein großer Rückschritt"

Chance verpasst Spiel verloren: Maximilian Wittek (M.)und Co. stellten sich nach der schwachen 1:3-Pleite in Karlsruhe den frustrierten Anhängern. Foto: sampics/Augenklick

Der TSV 1860 hat am 28.Spieltag der Zweiten Liga beim Karlsruher SC trotz 1:0-Führung mit 1:3 verloren. Ein dreifacher Nackenschlag in nur sechs Minuten kurz vor der Pause besiegelte die Löwen-Pleite - sehen Sie hier, was Trainer Benno Möhlmann und Co. zum erschreckend schwachen Auftritt der Sechzger sagen.

 

Karlsruhe - Schon zum dritten Mal in Folge haben die Löwen einen 1:0-Vorsprung verspielt. Beim Karlsruher SC setzte es am Sonntag eine 1:3-Pleite. "Wir haben in der ersten Halbzeit nicht den Eindruck gemacht, dass wir das Spiel gewinnen wollten", urteilte ein konsternierte 1860-Trainer Benno Möhlmann nach dem blutleeren Auftritt seines Teams.

Sehen Sie hier die Stimmen zum Spiel:

Trainer Benno Möhlmann: "Das war ein großer Rückschritt – nicht nur vom Ergebnis, sondern auch von der Leistung her. Wir haben in der ersten Halbzeit nicht den Eindruck gemacht, dass wir das Spiel gewinnen wollten. Heute haben wir keine Kompaktheit reinbekommen, sind nicht energisch genug in die Zweikämpfe gegangen. Insgesamt haben wir viel zu mutlos und ängstlich agiert. So sind wir dann nach einer Führung mit 1:3 in die Kabine gegangen. In der zweiten Hälfte wollten wir mehr Stabilität bekommen. Das hat dann auch geklappt. Vielleicht hätten wir mit etwas Glück den Anschlusstreffer erzielen können. Aber letztlich war es zu wenig, was wir nach vorne gezeigt haben. Das werden wir sehr intensiv aufarbeiten müssen, um so einen Auftritt in der Endphase nicht nochmal hinzulegen."

Christopher Schindler: "Wir haben schon zum dritten Mal in Folge eine Führung verspielt. Wir sind danach immer zu passiv. Dabei nehmen wir uns jedes Mal vor, nach dem 1:0 aufs zweite Tor zu gehen, schaffen es aber nicht. Wenn wir so weit auseinander stehen, wie wir in dieser Phase, dann kriegen wir gegen jeden Gegner Probleme. Karlsruhe hat zwei, drei Bälle und daraus entstehen jeweils gefährliche Situationen. Nach vorne tun wir uns super schwer, sind fast ausschließlich über Standards gefährlich. Da fällt uns nicht viel ein. Die Spiele werden immer weniger. Natürlich wird es schwieriger, der Druck größer. So sein Spiel sollten wir auch mal nach einer Führung gewinnen."

Jan Mauersberger: "Wir sind hierher gefahren mit der festen Überzeugung, dass wir Punkte holen, gehen dann auch in Führung, sind aber nicht clever genug, verteidigen schlecht und bringen so Karlsruhe zurück ins Spiel. Dadurch gehen wir mit einem 1:3 in die 2. Halbzeit. Wir haben zwar dann wieder ordentlich verteidigt, aber nach vorne ist uns einfach zu wenig gelungen."

Gary Kagelmacher: "Wir haben noch sechs Spiele. Das ist nicht wenig, aber wir müssen schon die Punkte holen. Wir haben nur noch einen Monat Zeit."

Markus Kauczinski (Trainer Karlsruher SC): "Wir waren von Anfang an gut im Spiel. Das Gegentor war dann schon ein kleiner Schock für uns, vor allem, weil wir auf die guten Standards der Sechzger eingestellt waren. Die Mannschaft hat sich aber dadurch nicht von ihrem Plan abbringen lassen und in der entscheidenden Phase vor der Pause die Tore gemacht. In der zweiten Halbzeit waren wir nicht mehr so druckvoll, aber wir haben das Spiel weiterhin kontrolliert. Der Sieg war am Ende absolut verdient. Endlich konnten wir den sogenannten Heimfluch beenden. Den Sechzgern wünschen wir alles Gute, denn bekanntermaßen pflegen wir gute Beziehungen nach München."

 

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