1860 München schottet sich ab Streng geheim! Das Training der Löwen

Endlich unbeobachtet (zumindest fast): Das Löwen-Training hinter Gittern. Die AZ sah trotzdem zu. Foto: Marc Merten

Die Löwen üben unter Trainer Markus von Ahlen erstmals unter Ausschluss der Öffentlichkeit – was einigen Fans nicht gefällt. Die AZ hat das Geheimtraining trotzdem beobachtet.

 

München - Geheimstufe eins an der Grünwalder Straße. Der TSV 1860 hat der Spionage den Kampf angesagt. Erstmals hat sich der Klub vor neugierigen Blicken abgeschottet. Training unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Keine Fans. Keine Medien. Und vor allem: keine Beobachter anderer Vereine.

Schluss mit dem Wettbewerbsnachteil, den Trainer Markus von Ahlen beklagt hatte. Schluss mit öffentlichem Taktiktraining vor aller Augen. Schluss mit der Offenlegung aller Kniffe, mit denen die Löwen erfolgreich sein wollen.

Der eine oder andere Fan stand ziemlich verdutzt vor den blauen Absperrgittern, die hinter dem Fanshop errichtet worden waren. Manch verärgertes Gesicht war dabei. Vor allem, als sie erfuhren, dass die Löwen nicht nur geheim trainierten, sondern auch gleich noch zu einer anderen Uhrzeit als öffentlich kommuniziert. Anstatt um 16 Uhr schritten Kapitän Schindler und Co. schon eineinhalb Stunden früher zu Werke.

Die Sechzger ließen nichts unversucht, um endlich ihre Ruhe zu haben. Alles, um endlich unbeobachtet am Pressing und am Spielaufbau arbeiten zu können.

Und doch blieben die Löwen nicht ganz unter sich. Diejenigen, die rechtzeitig vor Ort waren, konnten trotzdem einen Blick auf den Trainingsplatz erhaschen. Grund ist die idyllische Lage des Trainingsgeländes im Grünen, an dem ein öffentlicher Weg entlang führt.

So konnten die hartnäckigsten Kiebitze durch Bäume und Büsche hindurch beobachten, was von Ahlen trainieren ließ. Auffällig waren besonders die personellen Tests in der Defensive. Von Ahlen probierte Grzegorz Wojtkowiak als Rechtsverteidiger aus, Martin Angha und Max Wittek dafür auf links. Zwischen Kai Bülow und Gary Kagelmacher wird der Kampf um die Position in der Innenverteidigung immer heißer. Und Daniel Adlung scheint eine ernsthafte Option als Ersatz für den verletzten Edu Bedia im zentralen Mittelfeld zu sein.

 

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