1860-Linksverteidiger Können die Löwen Fathi halten?

Malik Fathi (rechts). Foto: sampics/Matzke

Mail Fathi ist der stärkste Neue bei 1860. Doch sein Vertrag läuft aus – und es ist kompliziert

 

MÜNCHEN Malik Fathi ist ein entspannter Mensch. Immer ruhig, immer mit einem Lächeln im Gesicht. Von Überheblichkeit oder Dampfplauderei überhaupt keine Spur. Der 29-Jährige braucht keine lauten Töne, um auf sich aufmerksam zu machen. Viel mehr will der gebürtige Berliner mit Leistung überzeugen. Und das gelingt ihm.

Der Linksverteidiger hat sich bis jetzt als bester Zugang des TSV 1860 im vergangenen Jahr präsentiert. Alle bei den Löwen wollen ihn unbedingt halten. „Malik ist unheimlich flexibel einsetzbar, hat die Ruhe am Ball und eine gute Spielübersicht”, lobt ihn Trainer Alexander Schmidt. „Wir wollen Malik Fathi auf jeden Fall hier bei Sechzig behalten.”
Die Krux an der Sache: Der Leihvertrag mit dem FSV Mainz 05, wo Fathi noch bis 2014 einen Kontrakt besitzt, läuft nach dieser Saison aus. Heißt es dann also schon wieder: Servus, Malik?

Die Verantwortlichen der Löwen hoffen das natürlich nicht. Die AZ fragte nach bei Fathis Berater Ralf Bockstedte. Doch der lässt die Löwen zappeln – vorerst. „Ich kann im Augenblick nur sagen, dass sich Malik in München sehr wohl fühlt.” Das betont auch Fathi immer wieder. „Wir sind in ständigen Gesprächen. Sechzig ist ein toller Verein, keine Frage. Aber es gibt einfach noch keine klare Entscheidung. Die wird aber innerhalb der nächsten Wochen fallen”, sagt Bockstedte.

Auch Fathi selbst will sich die Entscheidung nicht leicht machen. Denn für den 29-jährigen Ex-Nationalspieler – 2 A-Länderspiele für Deutschland – könnte es bereits der letzte Vertrag in seiner Karriere sein. Außerdem hat ja auch Mainz 05 noch ein gehöriges Wörtchen mitzureden – sein Vertrag beim Bundesligisten läuft noch bis 2014. Es wird für die Löwen also auch darauf ankommen, wie hoch die Ablöse ist, die die Rheinland-Pfälzer vom TSV 1860 verlangen werden. Fathis aktueller Markwert laut „transfermarkt.de” liegt bei 1,5 Millionen Euro. Wahrlich kein Pappenstil.

 

2 Kommentare