1860-Leader verletzt sich schwer Der Gebhart-Schock: Was jetzt, Herr Bierofka?

Spielte von 2002 bis 2004 und von 2007 bis 2014 für den TSV 1860: Daniel Bierofka (li.). Foto: Rauchensteiner/Augenklick

Riesen-Rückschlag für die Ambitionen des TSV 1860: Timo Gebhart fällt mit einer Verletzung im linken Oberschenkel lange aus. Dabei stellte Coach Daniel Bierofka sein System just auf den Leader um. Kommt jetzt Daniel Adlung?

München - Daniel Bierofka hatte vor dem Spiel des TSV 1860 gegen die zweite Mannschaft des FC Ingolstadt (0:0) eine Reaktion von Timo Gebhart nach seinem Lustlos-Auftritt in Seligenporten gefordert. Tatsächlich rückte der Leader früh im Spiel in den Mittelpunkt ,- als er sich nach 18 Minuten schwer am linken Oberschenkel verletzte.

Gebhart fällt lange aus 

Verdacht auf Muskelbündelriss, lautete eine erste Diagnose von Mannschaftsärztin Dr. Monika Mrosek. Am Wochenende soll eine Kernspintomographie letzte Klarheit schaffen. "Es sieht nicht gut aus", meinte Bierofka nach der tristen Nullnummer gegen die Schanzer. ""Es kann von einem Muskelbündelriss bis zu einem Sehnenabriss alles sein."

Gebhart wird zumindest lange fehlen, ein Muskelbündelriss etwa, braucht in der Regel fünf bis sechs Wochen, um vollständig auszuheilen. Bitter: Just gegen die Ingolstädter Reserve hatte Bierofka sein System umgestellt, auch auf Gebhart zugeschnitten. Der 28-Jährige spielte bis zu seiner Verletzung als klassischer Zehner in einem konventionellen 4-4-2-System. Das tat er gut, ehe er im Rasen hängen blieb.

"Die Verletzung von Timo ist bitter. Wir haben umgestellt, mit der Raute gespielt. Das hatte gut funktioniert", sagte Bierofka frustriert. "Mit Martin Gambos haben wir nur noch einen richtigen Zehner. Wir müssen das jetzt als Mannschaft kompensieren. Aber Timo zu ersetzen, wird ganz, ganz schwierig."

Druck auf 1860 wird größer

Gegen Ingolstadt versuchte sich der eingewechselte Nico Karger hinter den Spitzen, und scheiterte an dieser Aufgabe meist. Kommt es jetzt doch noch zu einer Verpflichtung von Daniel Adlung? Fakt ist: Der einstige Bundesliga-Profi kann in der Zentrale spielen. Löwen-Trainer Bierofka wich der Frage über eine mögliche Nachverpflichtung am Freitag aus.

Doch der Druck auf die Sechzger wird größer. Auch, weil die SpVgg Bayreuth nach einem 4:1 gegen Aufsteiger FC Pipinsried als erster Verfolger mit 19 Punkten bis auf einen Punkt an den Tabellenführer herangerückt ist. Fakt ist indes auch: Da Adlung vertragslos ist, könnte er sich unabhängig von der gerade zu Ende gegangenen Transferphase jederzeit einem neuen Klub anschließen - oder eben dem ehemaligen. Es bleibt spannend bei den Löwen.

Lesen Sie auch: Bierofka klagt nach Nullnummer: "Waren zu verkrampft"

 

14 Kommentare

Kommentieren

  1. Ihr Pseudonym sowie weitere Daten können Sie in Ihrem Benutzerkonto ändern. Dieses finden Sie oben rechts .

loading