1860-Kapitän im Interview Aigner: "Das kann man sich nicht schöner ausmalen"

Ja! - Stefan Aigner jubelt nach seinem Treffer zum 1:0 für den TSV 1860 München gegen Arminia Bielefeld. Foto: Rauchensteiner/augenklick

Der neue Löwen-Kapitän Stefan Aigner spricht in einem Interview über seine Rückkehr zum TSV 1860, seine ersten Spiele und seinen großen Traum, der den Wechsel von Eintracht Frankfurt erst möglich gemacht hat. "Wir sind jedes Jahr Geheimfavorit"

 

München - Der Urlöwe ist zurück: Stefan Aigner, in München geboren und beim TSV 1860 zum Fußball-Profi herangereift, ist nach vier Jahren bei Eintracht Frankfurt wieder bei Sechzig gelandet - nicht die einzige Option für den 29-Jährigen, sondern eine Herzensangelegenheit - und verbunden mit einem großen Traum.

"Ich hatte mehrere Anfragen, auch aus dem Ausland. Ausschlaggebend war für mich, dass ich bei Sechzig ein neues Ziel vor Augen habe", erklärte Aigner in einem Interview mit "11Freunde" und blickte voraus: "Ich habe für vier Jahre unterschrieben und möchte in diesem Zeitraum meinen Traum verwirklichen, mit dem Verein wieder in die Erste Liga aufzusteigen."

Aigner: Rückkehr kein Rückschritt, sondern neue Herausforderung

Die Rückkehr in seine Geburtsstadt und seine Familie seien auch ein Mitgründe gewesen. Zudem sagt Aigner: "Sechzig ist mein Heimatverein, dem ich immer verbunden geblieben bin. Aber ich bin keiner, der mit 29 Jahren von der ersten in die zweite Liga zurückgeht, nur um daheim zu sein. Ich will in meiner Karriere noch etwas erreichen."

Vor seiner Heimspielpremiere gegen Arminia Bielefeld habe er "gut geschlafen", aber eine "gewisse Anspannung gespürt. Ich hatte ein Kribbeln im Bauch." Durch seinen 1:0-Siegtreffer wurde es ein umjubeltes Comeback. "Ich glaube, das kann man sich nicht schöner ausmalen. Aber ich habe mich vor allem für die Mannschaft gefreut, dass wir nach der Niederlage im ersten Spiel zuhause drei Punkte geholt haben. So hatten wir ein bisschen Ruhe vor dem ersten Pokalspiel und mussten nicht zwei Wochen auf unsere nächste Chance warten", so Aigner. Umso besser, dass Aigner auch beim 2:1 gegen den KSC zum Matchwinner avancierte.

Keine verfrühten Aufstiegsträume, keine Abstiegsängste

Seine Rolle interpretiere er, wie bereits mehrfach kundgetan, nicht als die eines großen Anführers oder Heilsbringers: "Ich sage vor so einem Spiel zwei, drei Sätze. Aber nichts Großes. Ich bin keiner, der da viel spricht. Ich versuche die Mannschaft ein bisschen zu motivieren und einzustimmen. Wichtiger ist, dass es auf dem Platz stimmt und jeder den Fokus auf sich legt."

Die Aufstiegspläne im Hinterkopf, wolle der Flügelflitzer erst einmal eine ruhige Spielzeit hinter sich bringen - gerade bei der immensen Erwartungshaltung der Fans: "Wir sind jedes Jahr Geheimfavorit und mussten trotzdem in den letzten zwei Jahren gegen den Abstieg spielen. Deswegen müssen wir die Kirche mal im Dorf lassen. Wir haben eine gute Mannschaft, aber aktuell ist nur wichtig, dass wir eine ordentliche Saison spielen, in der wir keine Abstiegsängste haben." Und danach soll Aigners großer Traum von einer Rückkehr in die Bundesliga mit seinem Herzensklub Realität werden.
 

 

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