1860 gegen Aue 1:1 gegen Aue: „Das war zu wenig!“

Guillermo Vallori - bei Neu-Coach Alexander Schmidt gesetzt Foto: dpa

Das 1:1 daheim gegen Aue ist für die Löwen wie eine gefühlte Niederlage im Kampf um einen der vorderen Plätze. Trainer Maurer enttäuscht: „Jetzt müssen wir am Freitag in Cottbus nachlegen.“

 

MÜNCHEN Diese Erkenntnis am späten Montagabend tat den Löwen bitter weh: Sie sind der große Verlierer des jüngsten Spieltags der zweiten Liga. 1860 will ja eigentlich in dieser Saison unbedingt um den Aufstieg mitspielen und deswegen ganz nah dran bleiben an den Spitzenrängen. Doch nach der Pleite bei Hertha BSC im letzten Spiel leistete sich Sechzig nun schon wieder einen Ausrutscher: Das von Pfiffen begleitete 1:1 daheim gegen Aue entsprach bei weitem nicht den Erwartungen der Löwen - und als das Spiel um 22.06 Uhr vorbei war, überkam die Sechzger dann auch erst mal bittere Enttäuschung.

„Natürlich bin ich nicht zufrieden mit dem einen Punkt“, sagte 1860-Trainer Reiner Maurer. „Wir haben nicht ins Spiel gefunden und müssen uns an die eigene Nase fassen. In der Defensive haben wir zu viel zugelassen.“ Und Rekordspieler Benny Lauth (140. Einsatz für 1860) sagte: „Wir wollen oben dran bleiben, wir wollten gewinnen, das haben wir nicht gemacht, das war zu wenig. Mit so vielen Unentschieden verliert man langsam den Anschluss.“1860 ist jetzt Fünfter. Schon zur Halbzeit an diesem schmuddeligen Montagabend hatte es laute Pfiffe für die Löwen gegeben.

Denn im ersten Abschnitt gelangen den Löwen nur phasenweise gescheite Aktionen. Sie hatten vor nur 17.600 Zuschauern prima losgelegt, Makos trieb die Blauen bei seinem Comeback entschlossen an, rechts dribbelte der bewegliche Moritz Stoppelkamp die Löwen zu einigen Chancen – ohne Erfolg. Bis auf einen Kopfball an die Latte von Stoppelkamp und einen knapp zu hoch angesetzten Heber von Kapitän Benny Lauth gelang nicht viel. Zur Pause wirkte Maurer, der ja neben Makos auch Maximilian Nicu und Christopher Schindler seit langem mal wieder eine Chance in der Startelf gegeben hatte, wenig begeistert.

Denn er wusste: Nach den Siegen der Konkurrenz (Braunschweig, Hertha, Lautern) würden seine Löwen nur mit einem Sieg Anschluss an die Topränge halten können. Viel Einsatz, keine Tore, immerhin. Doch mit diesem Bisschen Zufriedenheit war es nach der Pause schnell vorbei, denn erstmal erlitten die Löwen einen unerwarteten Schock: Nach einer bitteren Unachtsamkeit der halben Defensive stand es plötzlich 0:1, Aues Stürmer Jakub Sylvestr traf mit einem wuchtigen Schuss aus 14 Metern ins linke Eck, nachdem er Löwen-Verteidiger Guillermo Vallori vernascht hatte.

Der Spanier aber machte seinen Fehler vorne schnell wieder gut und donnerte eine Ecke von Stoppelkamp mit der Stirn zum Ausgleich ins Netz. Den Sechzgern blieben rund 20 Minuten für den erhofften (und erwarteten) Heimsieg. Doch weder der eingewechselte Ismael Blanco noch Marin Tomasov brachten den erhofften Schwung ins Spiel - und so verpuffte die Zeit ohne das erlösende Tor. Folglich musste 1860 also mit der Erkenntnis leben, mal wieder - wie schon so oft in der letzten Saison - daheim gegen eine Kellermannschaft Punkte verschenkt zu haben.

„Heute waren wir nicht gut, sagte Torschütze Vallori später, „wir hätten mehr Druck machen müssen.“ Und Trainer Maurer? Der war enttäuscht, hofft auf Wiedergutmachung: „Wir müssen schauen, dass wir wieder auf Touren kommen. Jetzt müssen wir in Cottbus nachlegen, um wieder aufzuholen.“ Am Freitag also steht schon wieder ein richtungsweisendes Spiel an für die Löwen.

 

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