1860-Fans zum Investor „We need you!“

Der Unternehmer Ismaik beim Spiel der Löwen gegen Cottbus. Über den Sieg ist er sichtlich erfreut. Foto: dpa

Zum Abschluss seines hektischen Nachmittags ließ sich Hasan Ismaik noch mal in aller Ruhe das Trainingsgelände der Löwen zeigen.

 

München - Also schlenderte der millionenschwere Jordanier mit seiner Entourage und den 1860-Bossen Dieter Schneider und Robert Schäfer gemütlich an der Grünwalder Straße umher, und na klar: dort war die Stimmung natürlich prächtig. Als Ismaik ein paar Minuten später wieder ging, jubelten ihm rund 50 Fans auf der Terrasse des Löwen-Stüberls zu, „please come back, we need you!“, riefen ihm einige im – wie Schneider erkannte – „besten niederbayrischenglisch“ zu.

AZ - Video: Ismaik lässt sich das Trainingsgelände zeigen

„Es war ein perfekter Tag“, sagte Geschäftsführer Schäfer, als er erleichtert um kurz vor 17 Uhr in aller Ruhe durchschnaufte und die Geschehnisse der letzten Stunden so langsam zu verarbeiten begann. Ziemlich nervös war er gewesen, als er am späten Vormittag den möglichen Investor an der Arena begrüßt und mit ihm während des Löwen-Spiels über die wahrscheinliche Zusammenarbeit geplaudert hatte. Dabei hätte er eigentlich ganz entspannt an die Sache herangehen können, denn die Löwen-Profis taten ihm an diesem Nachmittag den größten Gefallen und fertigten Cottbus mit einer fulminant-begeisternden Leistung 4:0 ab. Ismaik jedenfalls hatte seinen Spaß, stand immer wieder auf und klatschte energisch Beifall. Besonders begeistert reagierte der 34 Jahre alte Jordanier, den Schneider als „Fußballverrückten“ beschrieb, als der herausragende Mann des Tages, Dreifachtorvorlagengeber Daniel Halfar, vorzeitig vom Platz ging und für seine nächste Glanzleistung gefeiert wurde.

Am Abend gingen Schneider und Schäfer mit Ismaiks Team dann noch essen, am Sonntagfrüh verlässt der mögliche Investor mit seinem Privatflieger München wieder. Auch für ihn wird es dann wohl ein nahezu ideales Wochenende gewesen sein. „Besser“, erkannte Schneider, „hätte es für uns nicht laufen können. Warten wir mal ab, was es uns gebracht hat.“

 

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