18-Jährigen fast totgeprügelt München: Prozessauftakt gegen die Backstage-Schläger

Der Vorfall hat sich auf dem Backstage-Gelände ereignet. (Archivbild) Foto: imago/Stefan M Prager

Die fünf Männer, die einen 18-Jährigen vor dem Backstage fast zu Tode geprügelt hatten, müssen sich seit Donnerstag vor dem Münchner Landgericht verantworten. Das Opfer erlitt nach der brutalen Attacke eine Hirnblutung – die Angeklagten traktierten ihn mit Schlägen und Tritten.

 

München - Vor dem Landgericht München I hat am Donnerstag der Prozess gegen fünf Männer begonnen, die einen Discobesucher mit Schlägen und Tritten in Lebensgefahr gebracht haben sollen.

Laut der am Donnerstag verlesenen Anklage hatten die zwischen 19 und 20 Jahre alten Angeklagten das betrunkene Opfer am 4. Januar dieses Jahres ohne erkennbaren Anlass vor dem Backstage angegriffen. Vier von ihnen traktierten den Mann demnach auch noch mit Tritten gegen den Kopf, als er bewusstlos am Boden lag.

Prügelopfer erlitt Hirnblutung

Zum Verfahrensauftakt äußerten sich die Angeklagten über ihre persönlichen Verhältnisse. Aussagen zu den Vorwürfen sind für den kommenden Montag geplant. Alle fünf Verteidiger kündigten an, ihre Mandanten würden Angaben machen.

Bei dem Angriff kam es laut Staatsanwaltschaft zu Beleidigungen, Schlägen und Tritten. Im weiteren Verlauf sollen die Angeklagten den Mann zu einer Unterführung gejagt haben, wo er zu Fall kam, und ihn weiter getreten haben. Der Bewusstlose erlitt unter anderem eine Hirnblutung und wurde auf der Intensivstation behandelt.

Während der Schlägerei gingen die Männer der Staatsanwaltschaft zufolge auch auf Freunde des Opfers los, als diese ihm zu Hilfe eilen wollten. Die fünf mutmaßlichen Angreifer hätten den Tod des schwer verletzten Opfers in Kauf genommen. Alle sitzen in Untersuchungshaft. Für das Verfahren vor der Jugendkammer sind fünf Prozesstage angesetzt.

 

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