1.600 neue Wohnungen Feldmoching bekommt ein neues Wohnquartier

Hier sollen einmal 5.000 Münchner wohnen: Das Baugebiet Lerchenauer Feld, gesehen von der schmalen und vielbefahrenen Lerchenauer Straße aus. Foto: Eva von Steinburg

Auf dem Lerchenauer Feld in Feldmoching soll ein neues Quartier entstehen. Neben 1.600 neuen Wohnungen sollen hier auch ein Schulcampus, ein Kindergarten und ein Pflegeheim ein neues Zuhause finden. Die Planung der Stadt sorgt bei den Anwohnern jedoch für Diskussionen.

 

Feldmoching - Auf dem Lerchenauer Feld wächst die Gerste. Sonnenblumen zum Selberschneiden gibt es auch. Es riecht nach frischem Heu – eine fast ländliche Idylle.

Doch viele Anwohner in Feldmoching sind skeptisch. Weil hier ein neues Wohnquartier mit 1.600 Wohnungen entstehen soll: "Au weia!" oder: "Na super, jetzt wird’s voll", kommentieren das Feldmochinger spontan, als sie die Skizzen von fünf möglichen Planungen für das neue Quartier präsentiert bekommen.

Wohnquartier in Feldmoching soll 1.600 neue Wohnungen beheimaten

"Es war ein dringendes Anliegen der Stadt, die Anwohner im Zwischenschritt zu beteiligen", erklärt Stadtplaner Martin Birgel den 120 Feldmochingern am Dienstag in der Faganahalle. Zum Bürgerdialog sagt er: "Es ist wichtig, dass Sie alle ihre Anregungen und Hinweise aufschreiben."

Die 23 Hektar Feld, die der Stadt, der Bayerischen Hausbau und der Concept Bau gehören, sollen abwechslungsreich bebaut werden: Nicht als Luxusquartier, sondern nach städtischen Vorgaben als "Münchner Mischung" mit mehr als 40 Prozent geförderten Wohnungen. Zum neuen Schulcampus sollen gehören: Gymnasium, Grundschule, drei Turnhallen und ein Schulschwimmbad. Das geplante Pflegeheim fürs Quartier, Kindergärten, Supermarkt und Drogerie sollen auch einen Nutzen für die heutigen Bewohner bringen. Über Natur wird ebenfalls gesprochen: Ein "grünes Band" in Nord-Süd-Richtung soll die Neubau-Siedlung auflockern.

Anwohner wollen es grün haben und eine Bahnunterführung

So die Planung der Stadt. Die Wünsche der Bürger kommen auf gelbe Zettel. Zum Städtebau etwa regen sie an: "Lieber Schwünge als rechte Winkel" oder "Schachbrettmuster vermeiden, soll gewachsen aussehen". Sie schlagen grüne Dächer vor, begrünte Fassaden und "Bäume, Bäume, Bäume".

Wenn das neue Quartier schon kommt, dann hätten sie gerne: ein Ärztehaus und die Möglichkeit, die Schulschwimmhalle zu nutzen. Weitere Anliegen: sichere Radwege und die Verkehrserschließung sollen vor der Bebauung klar geregelt werden. Kritisch wird kommentiert: "Ohne Bahnunterführung gibt es nur Chaos". Denn: Feldmochings Straßen sind schon jetzt überlastet.

 

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