14-geschossiges Bürogebäude Heimeranplatz: Hochbauarbeiten beginnen im Herbst

, aktualisiert am 04.02.2020 - 16:03 Uhr
So wird das Gebäude am Heimeranplatz aussehen. Foto: Fix Visuals

Am Heimeranplatz wächst ab diesem Herbst das neue Wahrzeichen: Das 14-geschossige Büro- und Geschäftshaus "Heimeran". Im Jahr 2022 sollen die ersten Mieter einziehen.

 

Westend - Die große Baugrube wird gerade ausgehoben. Gegenüber dem Hotel Sheraton, nahe dem U- und S-Bahnhof Heimeranplatz, entsteht das "Heimeran": ein 14-stöckiger Turm mit Dreh – als modernes Büro- und Geschäftshaus, mit mindestens einem Restaurant.

Ab Herbst 2020 soll der Turm für Passanten sichtbar in die Höhe wachsen. Am Platz des 2019 abgerissenen Philips-Hochhauses, soll der moderne Neubau an der Ridlerstraße ein Wahrzeichen für das Westend werden.

Die Bauherren sprechen von einem "architektonischen Highlight" im Stadtbild von München. Ein fünfgeschossiger Gebäuderiegel an der Ecke Ridler-/Garmischer Straße gehört dazu. Mit dem Turmbau-Projekt sind aber einige architektur- und designaffine Münchner nicht zufrieden. Sie empfinden das Gebäude als "brav, angepasst und auf Linie", wie Sibylle Stöhr (Grüne), Chefin des BA Schwanthalerhöhe sagt.

"Zu verdreht": Erster Entwurf abgelehnt

Kritiker meinen, der Neubau in der exponierten Lage am Mittleren Ring hätte durchaus gewagter ausfallen können: Der futuristische erste Entwurf eines stark verdrehten Stapel-Turms war 2018 von der Kommission für Stadtgestaltung extrem kritisch beurteilt worden. Die Experten, die den Stadtrat bei ihrer Entscheidung beraten, hatten das "vielwinklige Prisma" verrissen, als "zu verdreht und zu gedrungen".

Architekt Fabian Ochs aus dem Glockenbachviertel hatte sein ungewöhnlich kreatives Konzept für die Ridlerstraße 25 daraufhin zähneknirschend aufwendig überarbeiten müssen. "Schade, ein spritziger Entwurf wurde zerredet. Was außerhalb der Norm ist, geht in München kaum. Man hätte den ersten Entwurf durchaus wagen sollen an einer ästhetisch so suboptimalen Ecke am Ring", sagte Lokalpolitikerin Stöhr am Dienstag.

2022 sollen in dem gezähmten, aber noch markanten Bürohaus am Verkehrsknotenpunkt Heimeranplatz die ersten Mieter einziehen. Im Erdgeschoss sind 1.600 Quadratmeter für Läden geplant. In den oberen Etagen wird das Gebäude 13.000 Quadratmeter für Büros bieten. Wer eines ganz oben bezieht, kann sogar die Alpen sehen.

 

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