1.200 Verdachtsfälle Verfassungsschutz: Mehr als 3.500 "Reichsbürger" in Bayern

"Regierungsbezirk Wolfgang - Mein Wort ist hier Gesetz" ist auf dem Briefkasten am Anwesen des Angehörigen der "Reichsbürger"-Bewegung Wolfgang P. in Georgensgmünd zu lesen. Foto: Daniel Karmann/dpa

In Bayern gibt es nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz mehr als 3.500 sogenannte "Reichsbürger". Darüber hinaus würden aktuell 1.200 Verdachtsfälle geprüft, teilte die Behörde mit.

München - In Bayern gibt es nach Angaben des Bayerischen Landesamts für Verfassungsschutz mehr als 3.500 sogenannte "Reichsbürger". Darüber hinaus würden aktuell 1.200 Verdachtsfälle geprüft, teilte die Behörde mit.

Zum Vergleich: Ende 2016 konnte der Verfassungsschutz rund 1.700 Menschen eindeutig der Bewegung zuordnen. "Der kontinuierliche Anstieg der Zahlen in diesem Jahr ist nicht zuletzt auch auf die fortschreitende Aufhellung der Szene zurückzuführen", sagte Sprecher Markus Schäfert.

247 "Reichsbürger" haben laut Verfassungsschutz derzeit eine waffenrechtliche Erlaubnis - gegen alle wurden Widerrufsverfahren eingeleitet. In 162 Fällen wurde demnach die Erlaubnis bereits widerrufen. Bislang wurden 547 Waffen durch Widerruf oder freiwilligen Verzicht abgegeben.

"Reichsbürger" erkennen die Bundesrepublik nicht als Staat an. Sie sprechen dem Grundgesetz, Behörden und Gerichten die Legitimität ab und akzeptieren keine amtlichen Bescheide.

 

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