111 Jahre Pflegeausbildung Historische Fotos: Kinderkrankenschwestern am Städtischen Klinikum

Der Kinderkrankensaal im Schwabinger Krankenhaus (1916): Häufige Kinderkrankheiten sind damals Diphterie, Rachitis und Keuchhusten. Foto: Städtisches Klinikum München

Die Pflegeakademie des Städtischen Klinikums wird 111 Jahre alt. Die AZ blickt zurück zu den Anfängen.

 

München - Ein wenig hatte auch Sisi ihre Finger im Spiel. Schließlich war es die Tochter der Kaiserin, Prinzessin Gisela von Bayern, die 1905 die Säuglingspflegeschule im Gisela-Kinderspital gegründet hat. Wenige Jahre später wurde die Ausbildungsstätte in das Schwabinger Krankenhaus eingegliedert. Heuer feiert die Pflegeausbildung am Städtischen Klinikum ihr 111-jähriges Jubiläum. Zeit, einmal das Fotoalbum aufzuklappen.

Der Grund, weshalb es im frühen 20. Jahrhundert eine Pflegeschule brauchte, ist immer noch aktuell: Auch damals schon wuchs München, die Stadt brauchte qualifiziertes Pflegepersonal. Frauen, die die Ausbildung antreten wollten, mussten jedoch einiges mitbringen: einen Abschluss an einer Höheren Mädchenschule und einen guten Leumund.

Ausbildung immer komplexer

Im Laufe der Jahrzehnte wurde die Ausbildung länger und komplexer, Mitte der 60er Jahre wurde aus der „Säuglingsschwester“ die Kinderkrankenschwester.

Die Umbrüche von 1968 reichten bis in die Schwesternausbildung. Weiße Häubchen gab es nicht mehr, ebenso wenig den Zwang, im Schwesternwohnheim zu leben. In den 80ern durften auch Männer Kinderkrankenpfleger werden.

Heute nennt sich die Ausbildungsstätte „Akademie für Berufe im Gesundheits- und Sozialwesen“ und zählt zu den größten ihrer Art in Bayern. 500 Ausbildungsplätze gibt es – für Kinderkrankenschwestern, aber auch für andere Pflegeberufe.

 

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