"1,5 Minuten Ruhestörung" Zu laute Sirene? Dorf-Feuerwehr wehrt sich auf Facebook

Die Feuerwehr wehrt sich gegen den Vorwurf der Ruhestörung. Foto: imago/Screenshot Facebook

Weil sich Anwohner bei Kameraden über die laute Feuerwehrsirene beschweren, postet der Kommandant der Feuerwehr Paunzhausen einen Appell auf Facebook - und erntet großen Applaus.

 

Paunzhausen ist ein kleines Dorf nördlich von Freising, im Einzugs- und Einflugsbereich des Münchner Flughafens. 1.536 Anwohner hat die gesamte Gemeinde - und eine Feuerwache, die von ehrenamtlichen Feuerwehrlern betrieben wird. Doch einige Anwohner fühlen sich anscheinend gestört von der lauten Sirene, die die Freiwillligen alarmiert.

Jedenfalls postete der Kommandant der Feuerwehr am Montag ein Statement auf Facebook, das seitdem großen Anklang findet. "Eine Feuerwehrsirene, wie sie im Gemeindebereich zwei mal vorhanden ist, heult nur in Ausnahmesituationen (Ausgenommen dem monatlichen Probealarm). Sollte sich ein Mensch oder Tier in Gefahr befinden, Unwetterschäden beseitigt werden müssen oder auch zur Vorbeugung eines Verkehrsunfalls eine Ölspur entfernt wird, ist die "Ruhestörung" ca. 1,5 Minuten zu hören. Sind es diese 1,5 Minuten wert sich darüber aufzuregen?", heißt es in dem Statement.

In einer Notlage ist man froh, die Sirene zu hören

"Wären Sie nicht auch froh, wenn Ihr Leben in Gefahr ist, Ihr Anwesen in Flammen steht oder Sie nach einem Verkehrsunfall im Fahrzeug eingeklemmt sind, diesen 'Lärm' zu hören und zu wissen, innerhalb kürzester Zeit bekommen Sie Hilfe?", schreibt der Kommandant weiter.

Und für alle, die sich gestört fühlen, hat die Feuerwehr auch gleich einen Lösungsvorschlag parat: 350 Euro kostet ein Funkempfänger (pro Mann), wenn die Beschwerdeführer dieses Geld an die Gemeinde spendete, könne man auf die Sirene verzichten.

 
 

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