0:3 in Lautern Da funkelte nichts, Löwen!

Auch Gabor Kiraly konnte die Schlappe der Löwen in Kaiserslautern nicht verhindern. Foto: dpa

Der TSV 1860 verliert beim Aufstiegs-Konkurrenten in Kaiserslautern deutlich und verdient mit 0:3. „Wir haben einfach scheiße gespielt”, bekennt Stark. Lag’s an den 120 Minuten gegen Dortmund?

 

Kaiserslautern Was war das denn? Am Dienstag noch – trotz Ausscheidens – begeisternd gegen Dortmund, am Sonntag katastrophal. Beim 0:3 in Kaiserslautern waren die Löwen noch gut bedient, dass die Hausherren nur drei Tore erzielten.

„Wir waren absolut chancenlos”, sagte Trainer Friedhelm Funkel, auf den nun viel Arbeit zukommen wird. So sah es auch Präsident Gerhard Mayrhofer, der das Spiel am TV sah. „Wir haben noch viel zu tun”, schrieb er auf Facebook. Die Lauterer, immerhin ein Aufstiegskandidat, der die Löwen auch gerne wären, hatten Chancen im Minutentakt. Wirkten die 120 Minuten gegen den BVB etwa immer noch nach?

Und das, obwohl Funkel fleißig rotiert hatte? Guillermo Vallori, Marin Tomasov und Rob Friend durften von Beginn an ran. Moritz Volz, Stefan Wannenwetsch und Daniel Adlung blieb nur der Platz auf der Bank. „Es ist nun mal so, dass manchmal Spieler auch draußen sein müssen, obwohl sie gut gespielt haben. Dafür haben wir den Kader”, sagte Funkel bei Sky. Vor dem Spiel.

Spätestens nach 17 Minuten war aber klar, dass die Löwen zunächst überhaupt nicht mit der veränderten Aufstellung zurecht kamen. 1860-Schlussmann Gabor Kiraly dürfte sich jedenfalls stark an den vergangenen Dienstag erinnert haben angesichts der drückenden Überlegenheit der Gastgeber. Nur dass der Gegner am Sonntag nicht eine der besten Mannschaft Europas war.
Bloß fanden die Löwen nicht mal im Ansatz zur Einstellung und Leidenschaft von Dienstag. „Natürlich sind die 120 Minuten nicht spurlos an uns vorübergegangen. Aber das darf keine Ausrede sein. Wir haben einfach scheiße gespielt”, bekannte Yannick Stark.

Beispiele dafür gab es genug. In der Verteidigung patzten Kai Bülow und Guillermo Vallori so oft wie schon lange nicht mehr. Das gesamte Mittelfeld war unentwegt zu weit weg von den Gegenspielern. Und was das Angriffsspiel der ersten 45 Minuten anging, bleibt nur zu sagen: Es war nicht vorhanden. Bestes Beispiel war Benny Lauth mit lediglich fünf Ballkontakten.

Vallori fand hinterher deutliche Worte für den Auftritt. „Viele von uns waren nicht mal bei 10 oder 15 Prozent. Wir haben nicht um den ersten Ball gekämpft. Das kann nicht sein.” Er selbst erlebte seinen schlechtesten Tag seit langem, stand unter anderem beim 0:1 von Marcel Gaus (51.) zu weit weg.

Wären in der Folge Matmour und Simon Zoller nicht am Pfosten gescheitert, wäre die Partie schon nach 70 Minuten entschieden gewesen. Weil wenig später Zoller dann doch traf, war nach 72 Minuten alles vorbei. Die Löwen am Boden. Mental und körperlich. Und die positive Stimmung aus den beiden letzten Spielen? Weg. Als hätte es sie nie gegeben. Es scheint sich schon ausgefunkelt zu haben. Zumindest was die Leistung anbelangt. Zumal Idrissou noch das 3:0 nachlegte und völlig konsternierte Löwen zurückließ. Stellvertretend für seine Mitspieler sagte Dominik Stahl: „Wir hingen hier völlig in der Luft.”

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