In Münchner Klinik betreut: Zweite Hantavirus-Kontaktperson zur Quarantäne daheim

Nach dem Ausbruch auf dem Kreuzfahrtschiff "Hondius" wurden zwei Kontaktpersonen in einer Münchner Klinik isoliert betreut. Jetzt durfte auch die zweite heim.
AZ/dpa |
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Die München Klinik ist als Behandlungszentrum für Kontaktpersonen aus Bayern zuständig. (Archivbild)
Die München Klinik ist als Behandlungszentrum für Kontaktpersonen aus Bayern zuständig. (Archivbild) © Malin Wunderlich/dpa
München

Auch die zweite der beiden Hantavirus-Kontaktpersonen vom Kreuzfahrtschiff "Hondius" in Bayern darf ihre Quarantäne nun daheim statt im Krankenhaus verbringen. "Die Verlagerung erfolgte am Freitag aufgrund der fachlichen Einschätzung der Experten der München Klinik in Abstimmung mit Bayerns Task Force Infektiologie", teilten das Bayerische Landesamt für Lebensmittelsicherheit und Gesundheit (LGL) und das Krankenhaus auf Anfrage mit. 

Nach Angaben des niederländischen Außenministeriums soll es sich um eine 65-Jährige handeln, die in engem Kontakt mit der deutschen Frau stand, die an Bord des Schiffes gestorben war. Die bayerischen Behörden machten unter Verweis auf den Persönlichkeitsschutz keine näheren Angaben zu der Person.

Kontaktperson seit 13. Mai in Münchner Klinik isoliert

Die Kontaktperson zeige weiterhin keine Symptome einer Hantavirus-Infektion und werde nun vom zuständigen Gesundheitsamt betreut. Für die häusliche Quarantäne hätten die Behörden "ein engmaschiges Betreuungsnetz" sichergestellt. 

Die Kontaktperson befand sich seit dem 13. Mai 2026 in der München Klinik Schwabing. Eine zweite Kontaktperson war bereits am 15. Mai in die häusliche Quarantäne gebracht worden. Sie zeige ebenfalls weiterhin keine Symptome. Details zu beiden Patienten nannten die Behörden mit Verweis auf den Persönlichkeitsschutz nicht.

RKI: Quarantäne daheim "grundsätzlich möglich"

Eine weitere Kontaktperson bleibt demnach vorerst weiter in der Infektiologie der München Klinik Schwabing, auch wenn sie bisher ebenfalls keine Zeichen einer Erkrankung zeigt. 

Den Behörden zufolge sollen die beiden Kontaktpersonen in Quarantäne bleiben, bis die Inkubationszeit vorbei ist. Dieser Zeitraum zwischen Ansteckung und ersten Symptomen beträgt beim Hantavirus laut Experten in der Regel zwei Wochen. Er kann aber zwischen sieben Tagen und sechs Wochen schwanken. 

Laut Robert Koch-Institut (RKI) ist auch eine Quarantäne zu Hause "grundsätzlich möglich" - die Entscheidung darüber soll unter Berücksichtigung der Gesamtumstände erfolgen.

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