Zwei Verbrechen, drei Tote: So ist die Stimmung in Geretsried
Die Stadt Geretsried mit rund 26.000 Einwohnern ist innerhalb weniger Tage von zwei Verbrechen erschüttert worden. Drei Menschen haben dabei ihr Leben verloren.
Die erste Tragödie: Ein 19-Jähriger soll Anfang September seinen Vater (53) und die Oma (73) zu Hause umgebracht haben.
Die zweite: Am zurückliegenden Wochenende starb eine Frau (50) gewaltsam in ihrer Wohnung. Der Verdächtige ist ihr Ex-Partner (32). Er sitzt in U-Haft. Die Polizei teilte am Montag mit, dass die Ermittlungen noch am Anfang stünden.
Bürgermeister: "Die beiden Gewaltverbrechen erschüttern mich sehr"
Zwei tödliche Verbrechen in rund zwei Wochen: Wie geht es dem Menschen in der Stadt damit? Die AZ hat beim Ersten Bürgermeister Patrik Kohlert (Geretsrieder Liste) nachgefragt. Er ist in Geretsried aufgewachsen, hat dort seine Ausbildung gemacht und ist seit Mai 2026 Bürgermeister.

Er teilt mit: "Die beiden Gewaltverbrechen erschüttern mich sehr. Innerhalb kurzer Zeit sind in unserer Stadt drei Menschen gewaltsam ums Leben gekommen. Meine Gedanken sind bei ihren Familien, Angehörigen und Freunden."
So nimmt Patrik Kohlert die Stimmung in der Stadt wahr
Und weiter: "Für sie bedeutet das einen unfassbaren Verlust – und das wiegt sehr viel schwerer als der Umstand, dass Geretsried durch solche Taten in die Schlagzeilen gerät."
Natürlich beschäftigten die Schicksale die Menschen vor Ort und sorgten für Betroffenheit. "Ich nehme aber keine flächendeckend gedrückte oder verunsicherte Stimmung in unserer Stadt wahr." Es handele sich um "zwei furchtbare Einzelfälle", so Kohlert. "Sie stehen nicht für Geretsried und nicht für das Zusammenleben in unserer Stadt."
Zu den Tatverdächtigen oder Motiven möchte sich der Bürgermeister nicht äußern. Die Ermittlungen dazu lägen bei der Polizei und der Staatsanwaltschaft.
Geretsried liegt im Norden des Landkreises Bad Tölz-Wolfratshausen und ist rund 45 Kilometer von München entfernt.
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