Zustimmung zur Bewerbung für Kulturhauptstadt steigt

Nürnberg (dpa/lby) - Eine steigende Zahl Bürger steht nach Einschätzung der Organisatoren hinter der Bewerbung Nürnbergs als europäische Kulturhauptstadt 2025. "Es gibt inzwischen ein positives Grundrauschen in der Stadt für diese Bewerbung, auch wenn man nicht übersehen darf, dass es weiter Menschen gibt, die wir für die Idee noch gewinnen müssen", sagte der Leiter des Nürnberger Bewerbungsbüros, Hans-Joachim Wagner, der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag).
| dpa
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Nürnberg (dpa/lby) - Eine steigende Zahl Bürger steht nach Einschätzung der Organisatoren hinter der Bewerbung Nürnbergs als europäische Kulturhauptstadt 2025. "Es gibt inzwischen ein positives Grundrauschen in der Stadt für diese Bewerbung, auch wenn man nicht übersehen darf, dass es weiter Menschen gibt, die wir für die Idee noch gewinnen müssen", sagte der Leiter des Nürnberger Bewerbungsbüros, Hans-Joachim Wagner, der "Süddeutschen Zeitung" (Donnerstag). Bis zu dem Ereignis seien es noch fünf Jahre, die Stadt habe sich aber schon verändert.

Nürnberg hat mit Magdeburg, Hannover, Hildesheim und Chemnitz die letzte Bewerbungsrunde erreicht. Eine Entscheidung soll im Herbst 2020 fallen. Die zweite Kulturhauptstadt 2025 stellt Slowenien.

Unter dem Motto "Past Forward" wollen die Kulturhauptstadtplaner die wechselvolle Geschichte Nürnbergs als einstige Freie Reichsstadt, Stadt des Handwerks und des Handels, aber auch der NS-Reichsparteitage und Rassegesetze sowie der Kriegsverbrecherprozesse mit Vorwärtsgewandtheit verknüpfen.

Dass Nürnberg es in die nächste Runde geschafft hat, hatten im Dezember viele auf einer großen Party gefeiert. Dieses kollektive Hochgefühl habe ihn schon erstaunt, sagte Wagner. "Zumal der Verdacht immer mitschwingt, es sei nicht ganz trivial, ein solches Thema - wir reden von einer Kulturhauptstadtbewerbung, nicht von der Fußballweltmeisterschaft - in die Mitte der Gesellschaft zu tragen." Eine Großstadt mit einer halben Million Einwohnern allgemein für Kultur zu begeistern sei womöglich schwerer als eine kleinere Stadt.

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