Zuckerberg zum Kampf gegen Antisemitismus aufgefordert

München (dpa/lby) - Charlotte Knobloch hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg zum Einschreiten gegen antisemitische Äußerungen und Holocaustleugnung in dem sozialen Netzwerk aufgefordert. "Das Klima von Einschüchterung und Hass, das diese Entwicklung schafft, dürfen wir nicht hinnehmen, das dürfen Sie, verehrter Herr Zuckerberg, nicht hinnehmen.
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Charlotte Knobloch, frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild
dpa Charlotte Knobloch, frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden. Foto: Sven Hoppe/dpa/Archivbild

München (dpa/lby) - Charlotte Knobloch hat Facebook-Chef Mark Zuckerberg zum Einschreiten gegen antisemitische Äußerungen und Holocaustleugnung in dem sozialen Netzwerk aufgefordert. "Das Klima von Einschüchterung und Hass, das diese Entwicklung schafft, dürfen wir nicht hinnehmen, das dürfen Sie, verehrter Herr Zuckerberg, nicht hinnehmen. Ich bitte sie und fordere sie auf, energisch und dauerhaft gegen diesen Missbrauch der freien Rede vorzugehen", sagt die frühere Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland in einem kurzen Video, das die Claims Conference am Donnerstag veröffentlicht hat. Unter dem Schlagwort #nodenyingit sind dort auch Botschaften anderer Holocaust-Überlebender zu finden.

Knobloch verweist in ihrem Beitrag auch darauf, dass es immer weniger Holocaust-Überlebende gibt, die von ihren Erfahrungen berichten können, da viele mittlerweile gestorben sind. "Immer mehr verantwortungslose Menschen nutzen das aus, um öffentlich zu bestreiten, dass es den Holocaust jemals gab", beklagte die 87-Jährige, die seit 1985 Präsidentin der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern ist. "Die Erinnerung wachzuhalten, ist bereits schwer genug. Sie darf nicht noch durch Leugnung verwässert und zerstört werden."

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