Wohnungswirtschaft warnt vor "Biest Mietenstopp"

Nürnberg (dpa/lby) – Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW) steht dem vor drei Wochen gestarteten bayerischen Volksbegehren zum Mietenstopp skeptisch gegenüber. Zwar kämen die 480 sozial orientierten Unternehmen des Verbands mit einem sechsjährigen Stopp zurecht, sagte VdW-Direktor Hans Maier am Dienstag in Nürnberg.
| dpa
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Nürnberg (dpa/lby) – Der Verband bayerischer Wohnungsunternehmen (VdW) steht dem vor drei Wochen gestarteten bayerischen Volksbegehren zum Mietenstopp skeptisch gegenüber. Zwar kämen die 480 sozial orientierten Unternehmen des Verbands mit einem sechsjährigen Stopp zurecht, sagte VdW-Direktor Hans Maier am Dienstag in Nürnberg. Doch eine Aufhebung des Stopps nach diesem Zeitraum sei politisch schwer durchsetzbar. Der Neubau von Wohnungen käme dann zum Erliegen, mahnte Maier. Er habe Angst, dass das "Biest Mietenstopp" nicht mehr weggehe.

Auch die Renovierung im Wohnungsbestand, Klimaschutz an den Gebäuden und altersgerechte Modernisierung könne sich die Wohnungswirtschaft bei einem dauerhaften Mietendeckel nicht leisten. Der Verband halte Neubau aber für die beste Lösung, um den Wohnungsmangel zu beseitigen. "Wenn wir jedes Jahr 70 000 Wohnungen bauen würden, wäre der Markt wieder ausgeglichen und die Mietpreise würden sinken", sagte Maier.

Angesichts der Wohnraumknappheit in Ballungsgebieten sei es unverständlich, dass der Bund die Wohnraumfördermittel für 2020 und 2021 jeweils um 500 Millionen Euro auf eine Milliarde Euro gekürzt habe, kritisierte der Verbandschef.

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