Wölfin hat sich in der Rhön niedergelassen

Augsburg (dpa/lby) - Eine Wölfin hat sich im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld niedergelassen. Mehrere genetische Nachweise ließen den Schluss zu, dass es sich um ein standorttreues Tier handelt, teilte das Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg am Mittwoch mit.
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Ein Europäischer Wolf (Canis lupus lupus) streift durch ein Gehege. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild
dpa Ein Europäischer Wolf (Canis lupus lupus) streift durch ein Gehege. Foto: Julian Stratenschulte/Archivbild

Augsburg (dpa/lby) - Eine Wölfin hat sich im unterfränkischen Landkreis Rhön-Grabfeld niedergelassen. Mehrere genetische Nachweise ließen den Schluss zu, dass es sich um ein standorttreues Tier handelt, teilte das Landesamt für Umwelt (LfU) in Augsburg am Mittwoch mit. Erstmals war die aus Brandenburg stammende Wölfin den Angaben zufolge im Juli 2018 im Landkreis nachgewiesen worden.

Bisher habe sich das Raubtier unauffällig verhalten und weitgehend von Wildtieren ernährt, hieß es. Behörden, Interessenverbände und Vertreter von Nutztierhaltern seien informiert worden, etwa über Maßnahmen zum Herdenschutz.

Um einen Wolf als standorttreu einzustufen, muss ein Individuum mindestens über ein halbes Jahr in einer Region nachgewiesen werden, wie ein LfU-Sprecher erklärte. Standorttreue Wölfe gibt es in Bayern auch im Nationalpark Bayerischer Wald, auf dem Truppenübungsplatz Grafenwöhr und im Veldensteiner Forst.

Seit 2006 werden im Freistaat immer wieder einzelne Wölfe nachgewiesen. In der Regel handelt es sich um durchziehende Jungtiere.

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