Wirbel um Abrechnungen beim Arbeiter-Samariter-Bund

Erlangen (dpa/lby) - Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bayern soll nach einem Bericht der "Nürnberger Nachrichten" durch nicht korrekte Abrechnungen über Jahre hinweg Geldbeträge in Millionenhöhe kassiert haben. Bei den Krankenkassen habe die Hilfsorganisation viel höhere Ausgaben geltend gemacht als sie tatsächlich hatte.
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Das Logo des Arbeiter Samariter Bundes (ASB). Foto: Roland Weihrauch/Archivbild
dpa Das Logo des Arbeiter Samariter Bundes (ASB). Foto: Roland Weihrauch/Archivbild

Erlangen (dpa/lby) - Der Arbeiter-Samariter-Bund (ASB) Bayern soll nach einem Bericht der "Nürnberger Nachrichten" durch nicht korrekte Abrechnungen über Jahre hinweg Geldbeträge in Millionenhöhe kassiert haben. Bei den Krankenkassen habe die Hilfsorganisation viel höhere Ausgaben geltend gemacht als sie tatsächlich hatte. Diese seien auch gezahlt worden. In einer Stellungnahme wies der ASB den Bericht zurück - er entbehre jeglicher Grundlage.

Der Zeitung liegen eigenen Angaben zufolge Unterlagen vor, aus denen hervorgeht, dass die Organisation mit Sitz in Erlangen seit mindestens 2009 jedes Jahr intern mehrere Hunderttausend Euro Überschüsse hatte. Insgesamt handele es sich um mehr als fünf Millionen Euro. Bei den Krankenkassen, den Kostenträgern, habe der ASB aber nur einen Bruchteil davon angegeben. Um dies zu verdunkeln, haben Mitarbeiter dem Bericht vom Samstag zufolge Ausgaben geltend gemacht, die nie entstanden sind.

Der ASB entgegnete in der Stellungnahme: "Mit den Kostenträgern im Rettungsdienst werden Budgets ausgehandelt - sollten Überschüsse entstehen, fließen diese (vertragsgemäß) stets in rettungsdienstnahe Leistungen wie zum Beispiel den Bevölkerungsschutz". Von "unrechtmäßigen Überschüssen" könne nicht die Rede sein.

Das bayerische Gesundheitsministerium wollte sich kommende Woche mit dem Innen- und Justizministerium wegen des Berichts in Verbindung setzen, wie ein Sprecher am Samstag auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur ankündigte.

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