Winterwetter - trotzdem beginnt die Seenschifffahrt

Bei Minustemperaturen und Schneetreiben: Die Dampfer der Bayerischen Seenschifffahrt eröffnen am Ostersonntag die Saison.
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Finanzminister Markus Söder (CSU) posiert zusammen mit Vertretern des bayerischen Roten Kreuzes anlässlich der Eröffnung der diesjährigen Saison der staatlichen Seenschifffahrt auf einem Schiff am Anlegesteg bei Inning am Ammersee
dpa Finanzminister Markus Söder (CSU) posiert zusammen mit Vertretern des bayerischen Roten Kreuzes anlässlich der Eröffnung der diesjährigen Saison der staatlichen Seenschifffahrt auf einem Schiff am Anlegesteg bei Inning am Ammersee

Starnberg/Inning (dpa/lby) – Bei Schneefall und leichtem Frost hat am Ostersonntag auf dem Starnberger See und dem Ammersee die Schifffahrtssaison begonnen. Am Vormittag stach zunächst vom Anlegeplatz Stegen in Inning a. Ammersee der Raddampfer „Herrsching“ in See. Wenig später startete der Katamaran „Starnberg“ in der gleichnamigen Stadt am Nordufer des beliebten Ausflugssees. Damit wurde auf beiden Seen offiziell die Winterpause beendet – obwohl das Wetter sich heuer nicht daran hielt.

Auf dem Starnberger See und dem Ammersee ruht die Schifffahrt in der kalten Jahreszeit. Die Flotte wird in dieser Zeit auf Vordermann gebracht. Auf dem Tegernsee und dem Königssee fahren die Boote der vom Staat betriebenen Seenschifffahrt hingegen auch im Winter, es sei denn, die Seen frieren vollständig zu. Privat betrieben vom Familienunternehmen Feßler wird die Schifffahrt auf dem Chiemsee.

Bereits am Samstag hatte Finanzminister Markus Söder (CSU) bei einer Rundfahrt auf dem Ammersee für die diesjährige Saison einige Neuerungen angekündigt. So verspreche die Erlebnisfahrt „Fränkischer Weinabend“ oder eine exklusive Gourmetfahrt mit Pianomusik auf dem Starnberger See „traumhafte Augenblicke“. Zudem gibt es schon seit mehreren Jahren abendliche Tanzfahrten oder Brunchfahrten über Mittag. Eine Große Rundfahrt auf dem Starnberger See kostet für Erwachsene 16,50 Euro, für Familien gibt es Ermäßigungen.

Aufsehen erregte im vergangenen Sommer ein Schiffsunfall auf dem Starnberger See. Zwei Wochen nach der Taufe durch Söders Frau Karin Baumüller-Söder krachte das nagelneue Flaggschiff „MS Seeshaupt“ im Juli in Starnberg in einen voll besetzten Restaurant-Steg. Dabei wurden fünf Menschen leicht verletzt. Mehrere Gäste des Restaurants sprangen in Panik ins Wasser. Im Mai 2004 war der Katamaran „MS Starnberg“ nur drei Tage nach seiner Jungfernfahrt gegen eine Kaimauer gefahren. Die Bilanz: 15 Verletzte.

 

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