Wildschwein gesichtet - Friedhof bleibt geschlossen

Ein verirrtes Wildschwein sorgt zurzeit in Nürnberg für einen geschlossenen Friedhof. Mehrere Besucher und Mitarbeitende hätten das Wildtier auf dem Südfriedhof gesichtet, sagte Armin Hoffmann von der Friedhofsverwaltung. Die Jagdpächterin müsse nun entscheiden, was mit dem Wildschwein passieren soll.
Bisher verhalte sich das Wildschwein friedlich und befinde sich in einem abgegrenzten Bereich des Friedhofs, sagte Hoffmann. Gräber habe es bislang nicht verwüstet. "Wir haben die Eingänge geschlossen. Trauerfeiern und Beisetzungen können aktuell noch stattfinden."
Wahrscheinlich kein Wiederholungstäter
Vor etwa drei Wochen hatte ein Wildschwein im weiter südlich gelegenen Stadtteil Neukatzwang mehrere Gärten verwüstet und eine Frau verletzt. Ob es sich um dasselbe Borstentier handelt, ist unklar. Ein Stadtsprecher sagte aber, dass es wegen der Entfernung eher unwahrscheinlich sei.
Für den Südfriedhof ist der ungebetene Gast jedenfalls ungewöhnlich. "Es gibt Friedhöfe in anderen Städten, die das Problem öfter haben. Bei uns ist es eine Ausnahme", sagte Hoffmann. Sonst verirrten sich höchstens mal Rehe dorthin. Vermutlich sei das Wildschwein durch den Zaun auf den Friedhof gelangt. Dieser müsse nun auf Löcher kontrolliert werden.