Wieder Newcastle-Krankheit - 35.000 Hähnchen vor Keulung

Jahrzehntelang war die Newcastle-Krankheit verschwunden. Nun breitet sie sich wieder unter Geflügel aus. Ein weiterer Betrieb in Bayern ist betroffen, Zehntausende Tiere werden gekeult.
dpa |
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Puten im Stall eines Mastbetriebs. (Symbolbild)
Puten im Stall eines Mastbetriebs. (Symbolbild) © Philip Dulian/dpa
Landshut

Die Newcastle-Krankheit hat nun auch den Landkreis Landshut erreicht. Ein Verdachtsfall in einem Hähnchenmastbetrieb im Stadtbereich Vilsbiburg sei vom Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) amtlich bestätigt, teilte das Landratsamt mit.

Betroffen seien rund 35.000 Tiere. Der gesamte Bestand müsse gemäß tierseuchenrechtlichen Vorschriften getötet werden. Zudem wurde der betroffene Betrieb gesperrt. In Abstimmung mit der Regierung von Niederbayern und dem Umweltministerium sei um den Betrieb eine Schutzzone mit mindestens drei Kilometern Radius sowie eine Überwachungszone mit einem Mindestradius von zehn Kilometern eingerichtet worden. Die Überwachungszone umfasse auch einen Teil der Landkreise Mühldorf, Dingolfing-Landau und Rottal/Inn. 

Bereits mehrere Nachbarlandkreise betroffen

In den Nachbarlandkreisen Erding, Mühldorf a. Inn und Rottal-Inn war den Angaben zufolge die Newcastle Krankheit bereits in großen Hähnchenbetrieben festgestellt worden. 

Ende Februar hatte das FLI über den bundesweit ersten Ausbruch der meldepflichtigen Viruserkrankung seit 30 Jahren bei Geflügel in Brandenburg informiert. Das FLI verwies bereits vor einigen Wochen auch auf eine Vielzahl von Ausbrüchen in Kleinsthaltungen und Geflügelbetrieben in Polen, Tschechien und der Slowakei. 

Die sehr ansteckende Newcastle-Krankheit wird wegen der ähnlichen Symptomatik auch atypische Geflügelpest genannt. Der Erreger, das Newcastle-Disease-Virus (NDV), könne vermutlich prinzipiell alle Vögel infizieren, hieß es vom FLI. 

Für den Menschen gilt das Virus weitgehend als ungefährlich. Eine Infektion des Menschen ist laut FLI sehr selten, aber möglich; sie bleibe zumeist lokal auf eine Bindehautentzündung beschränkt.

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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