Wie Zebra und Strauß: Danks will kein "Mini-Vinnie" sein

Aaron Danks wird Cheftrainer Kompany auch im Topspiel gegen Dortmund vertreten. Der Engländer sieht sich nicht als Kopie des Belgiers. Er erklärt das mit einem Ausflug in die Tierwelt.
dpa |
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Der Chef (r) und sein Assistent.
Der Chef (r) und sein Assistent. © Sven Hoppe/dpa
München

Aaron Danks wird auch im Bundesliga-Topspiel des FC Bayern München gegen Borussia Dortmund Cheftrainer Vincent Kompany wieder am Spielfeldrand vertreten. Der 43 Jahre alte Engländer sieht sich in der Rolle als Interimschef aber nicht als eine Kopie des drei Jahre jüngeren Belgiers. 

"Ja, ich denke schon, dass es Unterschiede gibt", sagte Danks vor dem Heimspiel am Abend (18.30 Uhr/Sky) in der Allianz Arena angesprochen auf den weiterhin erkrankten Kompany. Und das sei gerade auch von diesem genauso gewollt. "Vincent hat uns von Anfang an klargemacht, dass er nicht möchte, dass seine Assistenztrainer einfach nur kleine Mini-Vinnies sind. Nein, wir sind alle unterschiedlich, ergänzen uns aber sehr gut", erklärte der Co-Trainer. 

Wie Zebra und Strauß in der Savanne

Danks wählte einen Vergleich zur Tierwelt, um das Zusammenwirken im Münchner Trainerstab zu beschreiben. "Ein Bild, das ich dafür verwende, ist das Zusammenspiel von Zebra und Vogel Strauß. Zebras und Strauße leben gemeinsam in der Savanne. Und sie haben eine Art Partnerschaft", schilderte der Co-Trainer in der Pressekonferenz zum Topspiel gegen den BVB.

"Das Zebra hat ein sehr gutes Gehör und einen ausgeprägten Geruchssinn. Es kann dafür aber nicht besonders gut sehen. Wenn es also etwas riecht oder hört und sich in Bewegung setzt, folgt ihm der Strauß. Der Strauß wiederum hat große Augen und eine außergewöhnlich gute Sehkraft. Wenn er also etwas sieht und losläuft, dann folgt das Zebra ihm."

Was heißt das für Kompany und seine Assistenten? "Wir müssen als Trainerteam genauso funktionieren", meint Danks. "Wir können nicht alle immer dieselbe Meinung oder dieselbe Sichtweise auf Dinge haben. Genau das versuchen wir, als Trainerteam umzusetzen." 

Im Trainingsalltag sehe das so aus: "Einer kümmert sich um die Offensive, ein anderer um die Defensive. Einer arbeitet mit den Mittelfeldspielern, ein anderer mit den Angreifern. Wir haben verschiedene Sichtweisen, diskutieren darüber und finden so letztendlich die Lösungen." 

Natürlich sei aber Kompany der Chef dabei. Kompany bringe natürlich "seinen Führungsstil und seine Erfahrungen als ehemaliger Profi-Fußballer ein", sagte Danks. Grundsätzlich habe sich aber in der Alltagsarbeit des Trainerteams mit der Mannschaft wenig geändert. 

Eberl ist Danks "super dankbar"

Sportvorstand Max Eberl verfolgt in der Abwesenheit von Kompany, der sich nach der Entlassung aus dem Krankenhaus daheim nach einer Hirnhautreizung erholt, wie gut es bislang auch unter Interimschef Danks beim Rekordmeister sportlich funktioniert. "Wir sind super dankbar, dass Aaron und das Team da sind. Das ist keine einfache Situation. Wir haken uns unter und versuchen, diese Situation als Gruppe zu lösen", sagte Eberl. Klappt es auch gegen Dortmund?

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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