Über sieben Millionen Euro fehlen: Wie steht es jetzt um die Löhne der 1860-Mitarbeiter?

Der TSV 1860 München hat heftige Zahlungsschwierigkeiten. Das Insolvenzverfahren läuft. Ein Experte verschafft sich einen Überblick.
AZ/dpa |
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Dem TSV 1860 München fehlen Millionen von Euro. (Archivbild)
Dem TSV 1860 München fehlen Millionen von Euro. (Archivbild) © A4366 Sven Hoppe/dpa

Die drohende Zahlungsunfähigkeit schockt den TSV 1860 München. Nachdem die Löwen einen Insolvenzantrag gestellt haben und ein vorläufiger Insolvenzverwalter bestellt wurde, sind die Löhne der Mitarbeiter beim Traditionsverein aber "mindestens bis einschließlich August" durch das Insolvenzgeld gesichert. Dies teilte der aus der 3. Fußball-Liga in die Regionalliga Bayern zwangsabgestiegene Verein mit.

"Zunächst werden ich und mein Team uns ein umfassendes Bild über die wirtschaftliche und operative Situation der beiden Gesellschaften machen sowie Gespräche mit allen Beteiligten führen", erklärte Insolvenzverwalter Max Liebig. Ziel sei es, "schnellstmöglich ein Gesamtbild zu bekommen, um die nächsten Schritte zusammen mit der Geschäftsführung prüfen und einleiten zu können."

Liebig muss also die Insolvenzmasse ermitteln und diese dann unter den Gläubigern aufteilen. Der Diplom-Kaufmann aus München hat viel Erfahrung etwa aus den Konkursverfahren des früheren Drittligisten Türkgücü München, der Anfang des Jahres 2022 Insolvenzantrag gestellt hatte, oder von Starkoch Alfons Schuhbeck.

Mehr als sieben Millionen Euro fehlen

Der Stammverein der Löwen und seine Amateursportsparten sind von dem vorläufigen Insolvenzverfahren nicht betroffen, sondern die so genannte TSV München von 1860 GmbH & Co. Kommanditgesellschaft auf Aktien (KGaA). Das ist die bislang vom e.V. und dem umstrittenen Investor Hasan Ismaik gemeinsam geführte Spielbetriebsgesellschaft.

Nachdem der jordanische Geschäftsmann den Löwen Darlehensverträge gekündigt hatte, und der Traditionsverein anschließend aus der 3. Liga abgestürzt war, fehlen dem Vernehmen nach mehr als sieben Millionen Euro, um eine Insolvenz abzuwenden. Ismaik ist 2011 beim TSV 1860 eingestiegen, er hält 60 Prozent der Anteile an der KGaA.

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