Wie geht es Kompany? Bayern-Trainer sieht Gala von Bank aus

Vincent Kompany erlebt das Torfest seiner Stars in ungewohnter Rolle. Der Trainer sitzt auf der Bank, gibt nicht die Kommandos. Der Sportvorstand sagt, was dahintersteckt - und wie es weitergeht.
dpa |
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Trainer Vincent Kompany saß fast die gesamte Spielzeit auf der Bank.
Trainer Vincent Kompany saß fast die gesamte Spielzeit auf der Bank. © Karl-Josef Hildenbrand/dpa
München

Steht Vincent Kompany beim Champions-League-Knaller des FC Bayern gegen den FC Arsenal wieder an der Seitenlinie? Bei der 6:1-Gala der Münchner gegen RB Leipzig konnte der 40-Jährige das nicht. "Wir gehen fest davon aus, dass es für Mittwoch kein Problem ist", sagte Sportvorstand Max Eberl über den Trainer, der den Sturmlauf an die Tabellenspitze von der Bank aus verfolgte. Zumindest für eine Nacht sind die Bayern in der Bundesliga vorn; dann kann der SC Freiburg durch einen Sieg in Leverkusen wieder vorbeiziehen.

Dreifachtorschütze Díaz nimmt den Spielball mit

Mit dem Spielball unter dem Arm verließ Dreifachtorschütze Luis Díaz die Arena. Beim Klassenunterschied gegen den Champions-League-Teilnehmer Leipzig erzielten Aleksandar Pavlovic, Michael Olise und Harry Kane in seinem 100. Bundesliga-Spiel die weiteren Münchner Tore. Der Treffer von Andrija Maksimovic zum 1:6 war kein Trost mehr für die frustrierten Gäste.

Kompany jubelte über die Gala auf der Bank. Danach verzichtete er auf TV-Interviews und die Pressekonferenz. "Er hat die ganze Woche schon einen Virus gehabt, mit dem er sich durch die Woche gequält hat, hat ständig Vitamine genommen", sagte Eberl. "Es geht ihm wirklich nicht gut. Er hat dann auch noch eine Hüfte, wo er ein Problem hatte."

Die Spieler nahmen den Ausfall des Trainers humorvoll. Auf TV-Bildern war zu sehen, wie Kompany gestützt werden musste, als er zum Anpfiff die Treppen zum Spielfeld hochlief. Kapitän Joshua Kimmich scherzte bei Sky zu den Bildern: "Er ist auch nicht mehr der Jüngste, ne?! Das sieht nicht gut aus, ehrlicherweise."

Co-Trainer coacht - "kein Riesenproblem"

Harry Kane bemerkte die "gesundheitlichen Probleme" seines Trainers auch. "Vielleicht hat er seine Stimme geschont, nachdem wir das Spiel nach etwa 50, 60 Minuten so gut wie in der Tasche hatten", sagte der Stürmerstar mit einem Augenzwinkern.

Dass Kompany dann nicht selbst Anweisungen gab, sondern dies seinem Co-Trainer Aaron Danks überließ, "das war auch kein Riesenproblem", befand Eberl. "Er hat nicht so aktiv gecoacht. Ich glaube, das ist vielen Menschen aufgefallen. Das haben dann Aaron und die Co-Trainer übernommen. Es zeigt aber auch, was für ein harmonisches Team wir neben ihm haben, das genau weiß, was zu tun ist."

Hinweis: Diese Meldung ist Teil eines automatisierten Angebots der nach strengen journalistischen Regeln arbeitenden Deutschen Presse-Agentur (dpa). Sie wird von der AZ-Onlineredaktion nicht bearbeitet oder geprüft. Fragen und Hinweise bitte an feedback@az-muenchen.de

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