Wie denkt Werner Mang über Schönheits-OPs in Corona-Zeiten?

In Zeiten von Corona könne die Gesellschaft "auch mal auf Botox und aufgespritzte Lippen verzichten", findet der bekannte Schönheitschirurg Werner Mang.  
| dpa, AZ
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Schönheitschirurg Professor Werner Mang vor der von ihm gegründeten Bodensee Klinik.
Karl-Josef Hildenbrand/dpa Schönheitschirurg Professor Werner Mang vor der von ihm gegründeten Bodensee Klinik.

In Zeiten von Corona könne die Gesellschaft "auch mal auf Botox und aufgespritzte Lippen verzichten", findet der bekannte Schönheitschirurg Werner Mang.

Lindau - Werner Mang gilt als "Lagerfeld der Schönheitschirurgie", der Multimillionär ist Gast in Talkshows und auf vielen Promi-Events, die Wände im Büro in seiner Bodensee Klinik in Lindau sind übersät mit Fotos von Begegnungen mit Stars wie Arnold Schwarzenegger oder Verona Pooth.

Die Chirurgie halte ihn jung und mache ihn glücklich, sagt der 70-Jährige für gewöhnlich über sich und seine Arbeit, doch in Zeiten von Corona hält er nichts von Schönheits-Operationen. "Die Gesellschaft kann in dieser Zeit auch mal auf Botox und aufgespritzte Lippen verzichten", sagte Mang am Mittwoch. "Es ist auch mal schön, etwas anderes zu tun."

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Werner Mang: Corona-Krise "ein Reinigungsprozess"

Stattdessen ruft er seine Kollegen dazu auf, während der Corona-Krise Betten für andere Krankenhäuser frei zu halten. Seine Einrichtung stelle bis zum 15. Mai 24 Betten für "Nicht-Corona-Patienten" zur Verfügung und wolle dies mit einem großen Teil der Betten auch nach diesem Datum tun.

"Jeder wird in dieser Zeit Verluste hinnehmen müssen", sagte Mang mit Blick auf seine Branche. "Ich sehe in der Krise aber auch einen Reinigungsprozess." Wer sich auf nicht notwendige Eingriffe spezialisiert habe, werde Probleme bekommen, "weil die Menschen sich hoffentlich darauf besinnen, dass Gesundheit das höchste Gut ist".

50 Prozent der Operationen in der Bodenseeklinik seien dagegen medizinisch notwendige Rekonstruktionen nach Unfällen oder Missbildungskorrekturen. "Deshalb gehe ich davon aus, dass es uns auch in 30 Jahren noch geben wird", so Mang, der gerne auch als "Schönheitspapst" tituliert wird.

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