Wichtige Bayern-Verbindung nach Österreich 2027 lange dicht – das müssen Reisenden wissen

Im kommenden Jahr saniert die Bahn die wichtige Trasse zwischen Rosenheim und Salzburg. Was bedeutet die Komplettsperre für Reisende, Pendler und Ausflügler?
AZ/dpa |
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Die Mozartstadt ist von Bayern aus im kommenden Jahr schwieriger mit der Bahn zu erreichen. (Archivbild)
Die Mozartstadt ist von Bayern aus im kommenden Jahr schwieriger mit der Bahn zu erreichen. (Archivbild) © Barbara Gindl/APA/dpa

Im kommenden Jahr können für voraussichtlich fünf Monate zwischen Rosenheim und Freilassing keine Züge fahren. Fahrgäste müssen sich auf Ausweichrouten, auf Umstiege und auf Fahrten mit dem Bus statt mit der Bahn einstellen. 72 Busse werden im Einsatz sein, um den öffentlichen Verkehr in der Region aufrechtzuerhalten.

Deshalb wird saniert

Die Deutsche Bahn (DB) plant vom 7. Februar bis Anfang Juli 2027 eine Korridorsanierung auf 82 Kilometern. Das heißt: Die Strecke ist komplett gesperrt. Die Trasse sei eine der bedeutendsten Verkehrsadern Bayerns, sei aber nun "in die Jahre gekommen", sagte Projektleiter Christian Tradler. Ziel sei es, die Anlagen "in einem Rutsch zu erneuern". 850 Millionen Euro sind dafür eingeplant, unter anderem werden Bahnhöfe modernisiert, dazu 40 Kilometer Gleise und 100 Kilometer Oberleitung erneuert sowie vier Brücken saniert. Außerdem ist geplant, fünf Stellwerke zu modernisieren.

Die Bahntrasse zwischen Rosenheim und Salzburg wird im kommenden Jahr umfassend saniert. Von Rosenheim aus verkehren Ersatzbusse. (Archivbild)
Die Bahntrasse zwischen Rosenheim und Salzburg wird im kommenden Jahr umfassend saniert. Von Rosenheim aus verkehren Ersatzbusse. (Archivbild) © Peter Kneffel/dpa

Fernverkehr rollt über Passau

Die Fernverkehrszüge, die zwischen München und Wien verkehren, werden über Passau umgeleitet und halten demnach nicht in Salzburg. Der EC zwischen Frankfurt-München-Graz entfällt auf der Trasse zwischen Rosenheim und Salzburg. Ersatzweise fahren einzelne EC-Züge zwischen München und Salzburg über Mühldorf und zwischen München und Graz über Wörgl. Der Nightjet weicht ebenso über Passau aus. Auch der Güterverkehr nutzt Umleitungen via Passau oder Wörgl.

Der Regionalverkehr soll vor allem die Ausweichroute über Mühldorf nutzen. In Freilassing wird ein Pendelzug nach Salzburg und retour eingerichtet. 

Per Ersatzbus über die Autobahn

Eine wichtige Rolle spielen jedoch Ersatzbusse, denn neben der Sperrung der Hauptstrecke können auch kleinere Stichstrecken in der Region nicht mit Zügen angefahren werden. Wie Markus Egger von der Bayerischen Eisenbahngesellschaft (BEG) sagte, gibt es verschiedene Varianten des Ersatzverkehrs: Ein Expressbus werde vor allem auf der Autobahn 8 zwischen Rosenheim, Traunstein, Teisendorf und Freilassing unterwegs sein. Weitere Buslinien sollen auch kleinere Haltepunkte anfahren.

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