Wer entdeckt einen Gartenschläfer? – Mithilfe gefragt
Der Bund Naturschutz in Bayern (BN) ruft dazu auf, Sichtungen des Gartenschläfers zu melden. Am Freitag beginnt der kalendarische Frühling, und die milden Temperaturen werden in den kommenden Wochen auch die vom Aussterben bedrohten Schlafmäuse wieder aus ihren Nestern locken, wie der BN mitteilte.
12.000 Meldungen aus ganz Deutschland seien seit Start des Meldeportals www.gartenschlaefer.de im Jahr 2020 eingegangen, teilte der Verband mit. In Bayern ist der Gartenschläfer vor allem in Frankenwald, Fichtelgebirge und Steinwald verbreitet. Kleinere Vorkommen gibt es noch am bayerischen Untermain in den Weinbergen und Streuobstwiesen, so der BN. "Für die konkrete Planung von Schutzmaßnahmen ist jeder Nachweis aus diesen Regionen eine große Hilfe." Auch Totfunde sollen gemeldet werden.
Verband: Auf Rattengift und Schneckenkorn verzichten
"Gifte sind eine der maßgeblichsten Ursachen für den Rückgang des Gartenschläfers", erklärt der Bund Naturschutz. Im eigenen Garten kann man die Schlafmaus mit dem Fell, das einer Zorro-Maske ähnelt, schützen, indem man auf Rattengift, Schneckenkorn und Insektizide verzichtet.
Auch Städte und Gemeinden können für Gartenschläfer wertvolle Lebensräume sein. Parks, Grünanlagen und Gärten sollten daher naturnah gestaltet, giftfrei bewirtschaftet und teilweise stillgelegt werden, raten die Naturschützer.
Für den Gartenschläfer beginnt mit dem Frühling die Paarungszeit. Etwa drei Wochen nach der Paarung, in Bayern meist zwischen Juni und Mitte Juli, kommen die Jungen zur Welt. Schon ab Ende August begeben sie sich in den Mittelgebirgen wieder in den Winterschlaf.
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